Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax schließt im Minus

Ruhe vor dem Sturm: Die Stimmung an der Frankfurter Börse war am Mittwoch geprägt vom Warten auf eine Entscheidung über das umfangreiche Hilfspaket der US-Regierung. Am Nachmittag drückten schwache US-Konjunkturdaten den Dax ins Minus.

HB FRANKFURT. Der deutsche Aktienleitindex hat am Mittwoch vor der Entscheidung über das umfangreiche Hilfspaket der USA für ihren Finanzsektor nachgegeben. Der Dax ging mit minus 0,42 Prozent auf 5 806,33 Punkte aus dem Handel. Am Nachmittag hatten zeitweise schwache US-Konjunkturdaten zusätzlich belastet und den Index bis auf rund 5 747 Punkte gedrückt. Der MDax schloss mit minus 1,15 Prozent auf 6 876,90 Punkte. Nur der TecDax koppelte sich vom Markttrend ab und legte um 1,00 Prozent auf 692,78 Zähler zu.

Nachdem das 700 Mrd. Dollar schwere Rettungspaket am Montag vom US-Repräsentantenhaus in einer ersten Fassung überraschend abgelehnt worden war, wird der US-Senat an diesem Abend nun über einen nachgebesserten Hilfsplan abstimmen. Am Donnerstag wird sich dann das Abgeordnetenhaus erneut äußern. „Es hat heute Ruhe vor dem Sturm geherrscht“, fasste Stefan Söllner von der Postbank die Stimmung der Anleger zusammen. „Der Markt wartet auf die Entscheidung in den USA. Außer in ein paar wenigen einzelnen Aktien war der Handelstag eher ruhig.“

Der Aktienmarktspezialist der Helaba, Mirko Pillep, sagte: „Alles klammert sich im Moment an das Rettungspaket. Die große Frage ist aber, was danach kommt.“ Er glaubt nämlich nicht, dass die Systemkrise im internationalen Bankensektor mit 700 Mrd. $ gelöst werden kann. Vielmehr müsse die internationale Gemeinschaft zusammenrücken, um das Vertrauen in und zwischen den Banken wieder herzustellen.

Die Finanzwerte setzten zur Erholung an oder setzten sie fort. So gewannen die Aktien der Commerzbank an der Dax-Spitze 16,54 Prozent auf 12,120 Euro. Die Titel der Hypo Real Estate (HRE) folgten mit plus 13,25 Prozent auf 4,70 Euro. Der Immobilienfinanzierer soll nach dem Willen des Finanzministeriums nach seiner milliardenschweren Rettung durch Bundesregierung und Banken radikal umgebaut werden. Die HRE selbst sieht unterdessen die Stabilisierung seines Geschäfts durch anhaltende Äußerungen aus Berlin über eine Abwicklung des Konzerns erschwert.

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