Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax schließt im Minus

Am deutschen Aktienmarkt ist die Unsicherheit zurückgekehrt. Nur wenige Anleger wagen sich aus der Deckung. Nach Ansicht von technischen Analysten ist ein erneuter Abverkauf zu erwarten. Bankaktien gingen nach dem Kurseinbruch bei Goldman Sachs und Zahlen der UBS auf Talfahrt. Außerdem sorgten VW-Aktien wieder einmal für Gesprächsstoff.

HB FRANKFURT. Am deutschen Aktienmarkt ist am Mittwoch nach den Kursgewinnen der Vortage wieder etwas Ernüchterung eingekehrt. Der Dax ging 0,2 Prozent tiefer bei 4 549 Punkten aus dem Handel. Im Finanzsektor vermieste die Schweizer UBS mit einem Milliardenverlust im Quartal die Stimmung. Negativ aufgenommen wurden auch die Nachrichten des Technologieschwergewichts Intel. Der weltgrößte Chiphersteller hatte zwar bessere Zahlen als erwartet vorgelegt, doch auf eine Prognose für die nächsten Monate verzichtet.

Das drückte in New York den technologielastigen Nasdaq Composite zum Handelsschluss in Europa um 1,3 Prozent auf 1604 Zähler ins Minus. Der Dow Jones lag 0,1 Prozent im Plus bei 7930 Stellen, der S&P500 gab 0,1 Prozent auf 840 Zähler nach.

Das Dax-Handelsvolumen fiel auf 96 (Vortag: 133) Mio. Aktien. Der Umsatz sank auf 2,34 (3,19) Mrd. Euro.

Nachdem es der Dax zu Beginn der Woche über die Marke von 4 500 Punkten geschafft hatte, zeigen sich Börsianer inzwischen wieder etwas vorsichtiger: "Viele Anleger warten die anstehenden Konjunkturdaten sowie die Berichterstattung einiger Banken in dieser Woche ab und halten sich mit Engagements zurück", berichtet ein Händler.

Technische Analysten rechnen zwar mit einer Fortsetzung der jüngsten Erholung in Richtung 5 000 Punkte. Der übergeordnete Abwärtstrend sei jedoch noch nicht gebrochen, heißt es.

"Mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit ist dies nicht die Geburt eines neuen Aufwärtstrends", kommentiert Harald Weygand die aktuelle Erholungsphase an den internationalen Aktienmärkten. Der technische Analyst und Geschäftsführer von Godmode-Trader sieht den Markt vielmehr in einer Bärenmarkt-Rallye - einer umfassenden Erholung im intakten Abwärtstrend. "Dabei könnte es beim Dax durchaus noch deutlich nach oben gehen bis in den Bereich von 5 000 bis 5 200 Punkten. Danach ist aber ein erneuter Abverkauf zu erwarten, der auch heftig ausfallen könnte", prognostiziert Weygand.

Bei den Bankenwerten lösten die UBS-Zahlen Gewinnmitnahmen aus. "Nach der ersten Euphorie treten die Anleger nun auf die Bremse", sagte Postbank-Stratege Heinz-Gerd Sonnenschein. Der europäische Bankenindex verlor rund zwei Prozent.

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