Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax schließt im Minus

Das Bangen um GM hat die Aktienmärkte belastet. Fast alle Dax-Aktien lagen im Minus. Zu den größten Verlierern zählten die Autowerte. Händler klagten allerdings über die extrem geringen Umsätze. Viele Anleger halten sich offenbar zurück.

HB FRANKFURT. Das Bangen um GM und Opel hat am Donnerstag die europäischen Aktienmärkte belastet. Der Dax fiel um 1,4 Prozent auf 4932 Punkte, nachdem er am Vorabend nur hauchdünn über der wichtigen 5 000-Punkte-Markte geschlossen hatte. "Es ist wieder leichte Ernüchterung eingekehrt", sagte Helaba-Marktanalyst Christian Schmidt. "Es ist in relativ kurzer Zeit deutlich nach oben gegangen. Es wäre vermessen zu glauben, dass es so weitergeht."

Händler klagten über die geringen Umsätze. Viele Anleger hielten sich offenbar zurück. Das Handelsvolumen im Dax stieg nur leicht auf 101 (Vortag 98) Mio. Aktien. Der Umsatz rutschte dagegen auf 2,5 (2,7) Mrd. Euro. Auffallend sei, dass erneut erst am Nachmittag die Umsätze anzogen, sagten Händler.

An den US-Börsen notierte zum Handelsschluss in Europa der Dow-Jones-Index 0,3 Prozent im Plus bei 8329 Punkten, der S&P500 lag 0,6 Prozent höher bei 898,86 Zählern, und der Nasdaq-Composite notierte mit 1734 Punkten 0,2 Prozent höher.

Börsianer blickten mit Sorge über den großen Teich, wo eine Insolvenz von General Motors immer wahrscheinlicher wird. Daneben geht das Ringen um die Rettung der GM-Tochter Opel weiter, die nach weiter am seidenen Faden hängt. Außenminister Frank-Walter Steinmeier kündigte an, wegen Opel persönlich mit seiner US-Kollegin Hillary Clinton sprechen zu wollen. Nach Angaben von Hessens Ministerpräsident Roland Koch sollen offene Fragen mit GM bis Freitagmittag geklärt werden. Die US-Regierung hatte dem einst größten Autobauer der Welt bis Pfingstmontag Zeit gegeben, ein tragfähiges Sanierungskonzept vorzulegen.

Die Titel von Nutzfahrzeug- und Automobilherstellern zählten derweil zu den schwächsten Werten am deutschen Aktienmarkt. Auch die Papiere einiger Automobilzulieferer gerieten unter Druck. Die nahende Insolvenz des schwer angeschlagenen US-Autoherstellers General Motors (GM) sowie die anhaltend trübe Lage in der Branche weckten weiterhin Befürchtungen, dass der Automobilabsatz noch nicht seinen Boden erreicht haben könnte, sagten Händler. MAN-Titel verloren 3,71 Prozent auf 43,35 Euro und Aktien von BMW wiesen einen Abschlag von 2,90 Prozent auf 25,405 Euro auf. Papiere von Daimler verbilligten sich um 3,11 Prozent auf 25,51 Euro. Im MDax fielen MTU-Papiere um 4,37 Prozent auf 23,62 Euro. Ein weiterer Börsianer verwies hier auf enttäuschende Meldungen vom deutschen Maschinenbau. Dieser hatte im April den schlimmsten Auftragseinbruch aller Zeiten erlitten.

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