Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax schließt im Plus - Bankaktien stürzen ab

Für die gebeutelten deutschen Bankaktien hatte der Tag gut begonnen. Die Staatshilfen für die Bank of America stützten den Sektor im frühen Handel. Doch am Ende des Tages stand erneut ein dickes Minus für Postbank, Commerzbank und Deutsche Bank. Der Dax hingegen rettete ein kleines Plus ins Wochenende.

FRANKFURT. Zum Abschluss einer turbulenten Handelswoche hat der Deutsche Aktienindex (Dax) die Anleger mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 4 366 Punkte. Turbulent ging es am Freitag dennoch wieder zu. Zeitweise hatte der Dax im Verlauf drei Prozent zugelegt. Dass der Großteil der Gewinne nicht hielt, lag einmal mehr an den Bankaktien. Diese hatten am Vormittag ebenfalls noch deutlich höher notiert. Doch zum Handelsschluss notierten Postbank und Commerzbank auf neuen Tiefständen und die Deutsche Bank hielt sich nur hauchdünn über der Marke von 20 Euro.

Dabei hatte es lange Zeit so ausgesehen, als könnten sich die Bankaktien vom Einbruch der vergangenen Tage erholen. Die staatliche Rettungsaktion für die Bank of America, die mit Milliardenhilfen gestützt wird, schürte am Markt Hoffnungen, dass die Katastrophenmeldungen aus dem Finanzsektor bald der Vergangenheit angehören. Selbst die Milliardenverluste von Citigroup und Bank of America, die am Mittag gemeldet wurden, steckten die Aktien von Postbank, Commerzbank und Deutscher Bank noch verhältnismäßig gut weg.

„Die Zahlen sowohl der Bank of America als auch der Citigroup waren katastrophal, dennoch werden sie mit einer gewissen Erleichterung aufgenommen, da viele Anleger noch weit schlimmere Ergebnisse befürchtet hatten", sagte ein Börsianer noch am Nachmittag. Auch sei in den vergangenen Tagen über eine komplette Verstaatlichung der Citigroup spekuliert worden.

Andere Börsianer erklärten die Dax-Erholung und die der Bankaktien mit einer technischen Reaktion: „Offenbar decken sich viele Anleger, die auf weiter fallende Kurse gesetzt hatten, vor dem langen Wochenende in den USA wieder ein und stellen ihre Positionen glatt, um nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden“, sagte einer von ihnen. Am Montag bleiben die US-Märkte wegen eines Feiertages (Martin Luther King Day) geschlossen.

Während die Gegenbewegung im Dax hielt, setzte sich bei den Banken am Nachmittag wieder der Pessimismus durch. Im Zuge hoher Verluste der Bank of America und von JP Morgan im US-Handel sackten auch die deutschen Titel aus dem Sektor wieder ab. Die Postbank beendete den Börsentag mit einem Minus von weiteren zehn Prozent bei 8,65 Euro. Die Commerzbank verlor ebenfalls fast acht Prozent und rutschte auf 3,17 Euro ab - ein weiteres Allzeittief. Nicht ganz so heftig erwischte es die Papiere des Branchenprimus Deutsche Bank, die 3,5 Prozent auf 20,02 Euro verloren.

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