Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax schließt knapp im Plus – Telekom bricht ein

Am Ende rettete der Dax ein kleines Plus ins Ziel. Gebremst wurde der Markt von der Telekom-Aktie, die nach einer schwächeren Ergebnisprognose des Konzerns einbrach.

HB FRANKFURT. Der Dax hat mit einem leichten Plus geschlossen. Unterstützt von Kursgewinnen an der Wall Street beendete der Leitindex den Handel 0,3 Prozent höher bei 4 501 Punkten. Im Tagesverlauf hatte der Index zwischen einem Plus von 1,3 Prozent und einem Minus von 2,1 Prozent geschwankt.

Auf Xetra wurden 220 (Montag: 145,1) Mio. Dax-Aktien im Volumen von 4,3 (3,4) Mrd. Euro gehandelt.

Die Wall Street notierte bei Handelsschluss in Europa im Plus. Finanzminister Timothy Geithner hatte sich positiv zur Bankenbranche geäußert und mit seinen Ausführungen eine deutliche Kurserholung an den Börsen ausgelöst.

Der Dow Jones legte 0,6 Prozent auf 7 891 Punkte zu, der breiter gefasste S&P 500 stieg um 0,8 Prozent auf 838 Zähler, und der Technologie-Index Nasdaq Composite gewann 1,2 Prozent auf 1 627 Punkte.

Größter Gewinner im Dax waren die Papiere von MAN mit einem Plus von 4,4 Prozent auf 39,85 Euro.

Gestützt wurde der Dax auch durch einen Kursgewinn der Eon-Aktien von 2,4 Prozent. Gefragt waren auch die Aktien des Handelskonzerns Metro, die 2,8 Prozent zulegten. In London gewannen die Titel des Konkurrenten Tesco 3,3 Prozent nach einer überraschend hohen Gewinnsteigerung im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Telekom-Aktien stürzten um 7,1 Prozent auf 9,01 Euro und damit den tiefsten Stand seit Oktober 2002 ab. Die Telekom sah sich nach einem schwachen Verlauf des Auslandsgeschäfts im ersten Quartal gezwungen, ihre Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr herunterzuschrauben. Analysten bezeichneten den neuen Ausblick als enttäuschend.

Unter Druck blieben die Finanzwerte. "Es gibt noch immer Fragen zu den Gewinnen und Rückstellungen der Banken", sagte Stratege Bernard McAlinden von NCB Stockbrokers. Am Montag hatte ein skeptischer Ausblick der Bank of America die Aktienmärkte auf Talfahrt geschickt. In Frankfurt verloren die Papiere der Deutschen Bank 0,3 Prozent, Commerzbank büßten drei Prozent ein.

Für Aufsehen sorgte ein Kurseinbruch bei Conergy. Die endgültigen Zahlen für 2008 seien aufgrund von Abschreibungen deutlich hinter den vorläufigen Ergebnissen zurückgeblieben, erläuterte Equinet-Analyst Sebastian Growe. Die im Technologie-Index TecDax gelisteten Papiere der Solarfirma, die ihren Wert in den vergangenen Wochen fast verfünffacht hatten, fielen am Dienstag um 48,5 Prozent auf 0,85 Euro.

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