Marktbericht Börse Frankfurt
Dax schließt wieder im Minus

Der deutsche Aktienmarkt verzeichnet zum Börsenschluss auch heute Verluste. Enttäuschende Konjunkturdaten aus Amerika belasten den Dax, der zwischenzeitliche Gewinne wieder abgeben musste. Am Ende lag der Dax mit 0,4 Prozent im Minus bei 5 301 Punkten. Vor allem Stahlwerte waren gefragt.

HB FRANKFURT/DÜSSELDORF. In dieser Woche hatte der Dax an drei Verlustagen in Folge bereits knapp sechs Prozent eingebüßt. Auch heute ging es weiter runter. Mit Enttäuschung aufgenommene US-Konjunkturdaten haben ins Minus gedrückt. Er beendete den Handel 0,35 Prozent tiefer bei 5 301 Punkten und verlor damit den vierten Handelstag in Folge. Das ist die längste Verlustserie seit zwei Monaten. Der Aktienumsatz aller Dax-Werte fiel auf 93,8 (Mittwoch: 102,1) Millionen Stück. Das Umsatzvolumen verringerte sich auf 2,59 (3,03) Milliarden Euro. Der MDax stieg am Donnerstag um zwei Prozent auf 6 651 Stellen. Der TecDax zog um 1,7 Prozent auf 685 Zähler an und der SDax gewann 1,2 Prozent auf 3 259 Punkte.

Vor allem die jüngsten Signale vom amerikanischen Arbeitsmarkt hätten enttäuscht, sagten Aktienhändler. Die Stimmung im Dienstleistungssektor habe sich zwar wieder aufgehellt, "wirklich überzeugend" seien die Daten jedoch nicht gewesen. Bereits die Arbeitsmarktdaten hätten dem Dax einen Dämpfer versetzt, sagte Aktienstratege Stefan de Schutter von alpha. Ein anderer Händler wies darauf hin, dass einzelne Aspekte des ISM-Index der Stimmung dann weiter abträglich gewesen seien.

In den USA sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche nicht so deutlich wie erwartet. Der US-Einkaufsmanager-Index stieg im August von 46,4 Punkten im Vormonat auf 48,4 Punkte. Ökonomen hatten 48,0 Punkte erwartet. Insgesamt sei an der Börse nicht viel los, das Handelsvolumen gering, sagte de Schutter: "Still ruht der See". Daran konnte auch die Zinsentscheidung der EZB nichts ändern. Die Europäische Zentralbank hatte ihren Leitzins wie von Ökonomen erwartet unverändert bei 1,0 Prozent gelassen. Damit liegt der Leitzins weiterhin auf dem tiefsten Niveau seit Gründung der europäischen Währungsunion im Jahr 1999.

Am späten Abend brachten sich zumindest die Autowerte noch einmal kurz in Erinnerung: Daimler verlängerte die Kurzarbeit für mehrere tausend Mitarbeiter in den deutschen Pkw-Werken bis Jahresende. Und auch der Sportwagenbauer Porsche kündigte erstmals Kurzarbeit an und reagierte damit auf die anhaltende Absatzkrise. Die Aktien von Daimler gingen mit plus 0,48 Prozent auf 30,29 Euro aus dem Handel. Die Porsche-Vorzüge schlossen mit plus 0,39 Prozent auf 49,32 Euro.

Die Sparbemühungen von ThyssenKrupp trugen die Titel des Stahlkochers um 2,59 Prozent auf 22,98 Euro in die Höhe. Aktienhändler verwiesen auf einen Pressebericht, demzufolge ThyssenKrupp tausende Stellen streichen will. Angesichts der für den kommenden Freitag einberufenen Pressekonferenz seien bei dem Industriekonzern radikalere Kostensenkungsmaßnahmen als bisher erwartet sehr gut möglich. Die Aktien des Branchenkollegen Salzgitter , die tags zuvor mehr als vier Prozent eingebüßt hatten, schlossen sich an und stiegen um 3,01 Prozent auf 62,56 Euro. Sie kletterten damit an die Dax-Spitze.

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