Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax setzt Gewinnserie fort

Seit acht Tagen verzeichnet der Dax Gewinne. Das Jahreshoch ist in greifbarer Nähe, nur noch knapp 60 Punkte fehlen zur Bestmarke. Offenbar sind Aktien mangels renditeträchtiger Alternativen für Investoren wieder interessant. Die Gewinner und Verlierer im Überblick.

HB FRANKFURT. Die Serie beeindruckt: Auch heute schloss der Dax im Plus, den achten Tag in Folge. Langsam pirscht sich der Index an das Jahreshoch heran. Nur noch 57 Punkte fehlen zur Bestmarke von 5 178 Punkten. Der deutsche Leitindex beendete den Handel mit einem Plus von 0,54 Prozent bei 5 121 Punkten. Seit dem 13. Juni hat der Dax bis zu 13,64 Prozent zugelegt. Das Handelsvolumen blieb mit 78 (Vortag: 80) Millionen Aktien allerdings mau. Der Umsatz lag wie am Vortag bei 2,4 Milliarden Euro.

Die anderen Indizes konnten aber nicht mehr mit dem Leitindex mithalten: Der MDax mittelgroßer Werte verlor 0,81 Prozent auf 6 040 Zähler. Der Technologie-Auswahlindex TecDax fiel um 0,61 Prozent auf 664 Punkte.

Neue Liquidität am Markt

Als neuerlichen Antrieb für den Dax sahen Händler den weniger schlecht als befürchteten Start an der Wall-Street, der wieder neue Liquidität in die Märkte drücke. Robert Halver, Kapitalmarktexperte bei der Baaderbank, sagte: "Das Geld fließt in die Aktienmärkte, weil der Renten- und Geldmarkt auf der Renditeebene nicht mithalten kann. Dabei ist der Dax "everybody's darling', da er einer der zyklischsten Indizes überhaupt ist und nach Meinung vieler Anleger als Gewinner aus der Krise hervorgehen sollte." Andere Börsianer verwiesen auf einen positiven Impuls vom FHFA-Hauspreisindex in den USA, der im Mai gestiegen war. Andere begründeten das Dax-Plus mit der weiter positiven Charttechnik.

Tagessieger im Dax waren die Aktien der Merck KGaA mit plus 2,22 Prozent auf 73,64 Euro. Händler verwiesen zum einen auf positive Nachrichten aus den USA, wo der Wettbewerber Eli Lilly solide Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt und die Gewinnprognosen erhöht hatte. Zudem hatte der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer seine Prognosen angehoben. Auch Bayer profitierten mit einem Plus von 2,15 Prozent auf 39,49 Euro. Der Pharma- und Chemiekonzern wurde zusätzlich unterstützt von Fortschritten bei seinem neuen Hoffnungsträger Nexavar in der Kombinationstherapie gegen Brustkrebs.

Spekulationen um eine Erhöhung der Margenziele schoben SAP-Aktien um 2,17 Prozent auf 31,08 Euro nach oben. Der Softwarekonzern wollte sich zu den Gerüchten nicht äußern. Die SAP-Zahlen werden für kommenden Mittwoch erwartet. Siemens endeten 0,84 Prozent höher bei 54,15 Euro. Der Mischkonzern musste zwar der Wirtschaftskrise im dritten Geschäftsquartal kräftig Tribut zollen, sieht sich aber bei der Prognose für 2009 weiterhin voll auf Kurs.

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