Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax: Skepsis über Rettungspaket überwiegt

An den Aktienmärkten hat die Erleichterung über die milliardenschweren Staatshilfen für die US-Finanzbranche nicht lange angehalten. Besonders im Fokus stehen wieder einmal die Aktien von Banken und Versicherungen. Ein Phänomen bleibt das Volkswagen-Papier.

HB FRANKFURT. Auch die Pläne der größten japanischen Bank Mitsubishi UFJ Financial Group (MUFG), mit bis zu 20 Prozent bei der US-Investmentbank Morgan Stanley einsteigen zu wollen, stützten die Aktienkurse nur vorübergehend. Der Dax kippte am Montag im Sog der US-Börsen ins Minus und verlor bis zum Handelsende 1,3 Prozent auf 6 107,75 Punkte. Auch der europäische Stoxx50-Index gab 2,3 Prozent ab.

"Das Hilfspaket ist eine Bremse, damit die Finanzbranche nicht noch weiter in den Abgrund rutscht. Aber die Probleme im Finanzsystem werden sich weiter verschärfen und auf die Realwirtschaft niederschlagen", fasste ein Händler die Stimmung zusammen. Am Freitag hatte die Euphorie über die geplanten Milliardenzahlungen der US-Regierung den Dax 5,6 Prozent nach oben getrieben. Doch noch haben sich US-Regierung und der Kongress noch nicht auf das 700 Mrd. Dollar schwere Hilfspaket geeinigt. Mit dem Geld sollen den schwer angeschlagenen Banken faule Kredite abgekauft werden. Die Investoren fürchteten vor allem, dass ein politisches Gerangel zu Verzögerungen und Verwässerungen führen und der Wirtschaft so langfristig schaden könnte. Mehrere Kongressabgeordnete hatten Änderungen an dem Paket gefordert.

Weltweit legten Finanzwerte eine Berg- und Talfahrt hin. Die Kursgewinne schmolzen am Nachmittag dahin, der europäische Bankenindex ging mit einem Minus von 3,5 Prozent aus dem Handel.

Deutsche-Bank-Aktien stürzten nach der Kapitalerhöhung des Instituts zur Finanzierung des Postbank-Einstiegs ab. Die Papiere verloren 3,4 Prozent auf 55,56 Euro, nachdem Anleger nach Bekanntgabe des Ausgabepreises von 55 Euro Gewinne mitnahmen. Die Deutsche Bank nahm insgesamt 2,2 Mrd. Euro ein.

Commerzbank-Papiere verspielten ebenfalls ihre anfänglichen Kursgewinne und gaben 3,1 Prozent auf 15,39 Euro ab.

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