Marktbericht Börse Frankfurt
Dax trotzt schlechter Stimmung

Trotz anhaltend schlechter Stimmung am Aktienmarkt hat sich der Dax am Donnerstag relativ gut gehalten und dem deutlich schwächeren Trend an der Wall Street getrotzt. Unter Druck gerieten aber die Aktien von Versicherern.

HB FRANKFURT. Der Leitindex schloss 0,3 Prozent schwächer bei 6 543 Punkten. An einem nervösen Handelstag traten in Europa am Ende der wieder steigende Ölpreis und Konjunkturängste in den Vordergrund. Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet dämpften Analysten zufolge zwar Spekulationen auf Zinserhöhungen in diesem Jahr, was aber die Anleger wenig überraschte.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA haben den Markt dagegen "sehr unangenehm" überrascht, hieß es im Handel. "Die Daten waren schon sehr schlecht", sagte ein Händler: Seit Herbst 2001 habe es keine schlechteren Werte gegeben "und da waren wir noch in der Mitte der Baisse."

Einige Investoren, die auf fallende Kurse gesetzt haben, müssten sich teilweise wieder mit Aktien eindecken, erklärten Händler. Viele negative Nachrichten seien zudem schon in den Kursen berücksichtigt.

Schlechte Nachrichten gab es bei den Versicherern: Der Allianz-Konzern kassierte wegen der Finanzkrise sein mittelfristiges Gewinnziel ein. Nach dem vierten Quartalsverlust in Folge wird ein rascher Verkauf der Dresdner Bank für den Münchner Konzern immer schwieriger. Der Kursrückgang von Allianz fiel mit 0,8 Prozent am Ende aber noch moderat aus. An den US-Börsen belastete ein Kursverlust der Aktien des Versicherers AIG von 17 Prozent den Sektor. AIG hatte wegen Abschreibungen einen Milliardenverlust gemacht. Axa-Aktien hingegen stiegen um über fünf Prozent, nachdem die Franzosen einen Gewinnrückgang ausgewiesen hatten, der weniger stark ausfiel als erwartet.

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