Marktbericht Börse Frankfurt
Dax verfehlt die 5 000-Punkte-Marke

Dank guter Vorgaben hat der Dax zwar erneut zugelegt und damit seinen Aufwärtstrend der vergangenen Tage fortgesetzt. Nach einem zwischenzeitlichen Tief gelang dem Index zum Börsenschluss jedoch nicht der Sprung über die psychologisch wichtige 5 000-Punkte-Marke. Im Mittelpunkt stand erneut die US-Konjunktur.

HB FRANKFURT. Am Ende hat es nicht ganz gereicht, der Dax verfehlte zum Wochenausklang knapp die 5 000 Punkte. Dank überwiegend positiver Signale aus den USA hat der Dax am Freitag zum fünften Mal in Folge in der Gewinnzone geschlossen. Der Leitindex ging mit einem Plus von 0,43 Prozent auf 4 978 Punkte aus dem Handel. Zwischenzeitlich hatte er mehrmals die Marke von 5 000 Punkten kurz überschritten. Das Xetra-Handelsvolumen lag bei 95,1 (Donnerstag: 93,9) Millionen Aktien. Der Umsatz betrug 2,75 (2,67) Milliarden Euro.

Die US-Börsen lagen bei Handelsschluss in Europa leicht im Minus. Auf Wochensicht bedeutete dies einen satten Aufschlag von 8,79 Prozent. Der MDax der mittelgroßen Werte rückte am Freitag um 0,51 Prozent auf 5 902 Zähler vor. Belastet von Kursverlusten bei dem Indexschwergewicht Infineon sank der Technologiewerte-Index TecDax um 0,33 Prozent auf 646 Punkte.

Marktstragete Robert Halver von der Baader Bank verwies als Impuls vor allem auf besser als erwartete Konjunkturdaten aus den USA. Dort waren die Baubeginne und Baugenehmigungen im vergangenen Monat überraschend weiter gestiegen. "Die jüngsten Daten deuten darauf hin, dass das Schlimmste bereits vorbei ist", sagte der Experte. Vor allem Vermögensverwalter stünden nun unter Anlagedruck und könnten sich eine Zurückhaltung bei Aktien nicht mehr leisten. Darüber hinaus hätten die an diesem Freitag veröffentlichten Zahlen großer US-Unternehmen größtenteils überzeugt, meinten Börsianer.

Gerangel um Porsche belastet die Aktie

Am späten Nachmittag blickten die Anleger einmal mehr nach Stuttgart. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking steht nach Medienberichten im Machtkampf mit Volkswagen-Patriarch Ferdinand Piëch vor dem Aus. Nach einem Beschluss der Eigentümerfamilien müsse der Manager seinen Posten bei dem Sportwagenbauer räumen, berichteten das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" und die "WirtschaftsWoche" übereinstimmend. Entsprechende Gerüchte hatten bereits zuvor die Runde gemacht. Die Familien Porsche und Piëch haben sich danach auf den bisherigen Produktionsvorstand Michael Macht als Nachfolger geeinigt. Ein Sprecher des Sportwagenbauers und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Uwe Hück widersprachen den Meldungen. Ebenso Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche. sanken um 1,11 Prozent auf 51,90 Euro. VW-Stämme verloren 1,96 Prozent, die Vorzüge fielen um 2,83 Prozent.

Ferner gewannen die Daimler-Anteilsscheine nach einer Kurszielerhöhung von Goldman Sachs 2,01 Prozent auf 28,95 Euro. Zwar werde bei Mercedes für 2009 ein deutlicher operativer Verlust erwartet, die Margen dürften sich im kommenden Jahr aber erholen. Aktien des Wettbewerbers BMW stiegen um 2,68 Prozent auf 29,26 Euro.

Titel von Siemens rückten indes nach Zahlen des US-Konzerns General Electric (GE) um 1,32 Prozent auf 51,62 Euro vor. Die GE-Energiesparte konnte den Gewinn steigern. Bei der Deutschen Börse endet derweil die fünfmonatige Phase ohne Finanzvorstand. Gregor Pottmeyer wird zum 1. Oktober diesen Posten übernehmen. Die Aktien gewannen 1,50 Prozent auf 57,35 Euro.

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