Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax verliert über ein Prozent

Schwache Zahlen aus den USA lösten Gewinnmitnahmen an den Aktienmärkten aus. Auch die neuen Daten des ZEW zur Konjunktur enttäuschten die Anleger. Der Dax schließt klar im Minus.

HB FRANKFURT. Enttäuschung über den Zwischenbericht des US-Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson hat am Dienstag an den europäischen Aktienmärkten Gewinnmitnahmen ausgelöst. Schon am Morgen hatte der überraschende Rückgang des ZEW-Konjunkturindex die Anleger verstimmt. Der Dax schloss 1,2 Prozent tiefer bei 5 714 Punkten, was Händler nach den starken Gewinnen der vergangenen Tage als überfällig beschrieben.

Viele Anleger hielten sich mit Blick auf die US-Bilanzsaison zurück, die in dieser Woche Fahrt aufnimmt. So blieben die Umsätze niedrig. Das Handelsvolumen im Dax betrug 99,6 (Vortag: 98,3) Mio. Aktien, der Umsatz 2,6 (2,7) Mrd. Euro.

An den US-Börsen notierte zum Handelsschluss in Europa der Dow-Jones-Index 0,3 Prozent im Minus bei 9856 Punkten, während der S&P500 0,5 Prozent niedriger bei 1 070 Zählern lag. Der Nasdaq-Composite lag mit 2 136 Punkten 0,1 Prozent niedriger.

Mit Enttäuschung nahm der deutsche Markt auch den unerwarteten Rückgang des ZEW-Konjunkturindex auf, der die Stimmung der Finanzmarktprofis in Deutschland misst. Die Stimmung trübte sich im Oktober etwas stärker als erwartet ein. Die ZEW-Konjunkturerwartungen seien um 1,7 Punkte auf 56,0 Punkte gesunken, teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mit.

Hans-Jürgen Delp, Marktstratege der Commerzbank, wollte weder die Marktbewegung noch die Tendenz des ZEW-Stimmungsindikators überbewerten. "Im Fokus steht die Unternehmensberichterstattung aus den USA, die erst am späten Abend mit Intel und im weiteren Wochenverlauf der Creme de la Creme der US-Banken richtig an Fahrt aufnimmt", so der Experte. Auch Nokia-Zahlen am Donnerstag würden sehr spannend.

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