Marktbericht: Börse Frankfurt
Der Dax markiert ein neues Jahreshoch

Der deutsche Aktienmarkt geht auch heute mit Gewinnen aus dem Handel. Zum zweiten Tag in Folge markiert der Leitindex ein neues Jahreshoch. Marktteilnehmer sehen noch Spielraum für weitere Gewinne in den nächsten Tagen. Heute legten vor allem Finanzwerte zu und die Aktie von Fresenius.

HB FRANKFURT. Die Rally geht weiter: Dank der ungebrochenen Kauflaune der Anleger ist der Dax am Donnerstag den zweiten Tag in Folge auf ein Jahreshoch geklettert. Die Investoren setzten auf eine baldige und deutliche Erholung der Weltwirtschaft. Der deutsche Leitindex stieg auf bis zu 5 748 Punkte und lag damit auf dem Niveau von Anfang Oktober 2008. Den Xetra-Handel beendete er 0,5 Prozent im Plus bei 5 731 Punkten. Der Aktienumsatz aller Dax-Werte stieg auf 112 (Mittwoch: 108) Millionen Stück. Das Umsatzvolumen erhöhte sich auf 3,66 (3,37) Milliarden Euro.

Der Eurostoxx 50 der größten Börsenwerte aus der Euro-Zone zog ebenfalls um 0,5 Prozent auf 2 898 Stellen an. Für den MDax mittelgroßer Werte ging es um 1,35 Prozent auf 7 433 Punkte nach oben, der TecDax stieg um 0,66 Prozent auf 765 Zähler. Auch diese beiden Indizes notierten zwischenzeitlich so hoch wie noch nie in diesem Jahr

Es gebe nach wie vor Anleger, die die bisherige Rally verpasst hätten und in den Markt drängten, sagte Jean .Marie Mercadal, Chief Investment Officer bei OFI Asset Management. "Der einfache Teil der Erholung ist aber vorüber. Aktien haben zwar noch Luft für weitere Kursgewinne - 20 Prozent innerhalb der kommenden sechs Monate - aber es wird nicht automatisch passieren. Die Leute müssen wählerisch sein."

Spitzenreiter im Dax waren Fresenius mit einem Kursplus von 6,3 Prozent auf 40,03 Euro. Die Aktien der Dialyse-Tochter FMC notierten 3,5 Prozent höher bei 33,81 Euro. Händler verwiesen auf die Pläne eines einflussreichen US-Senators für eine Gesundheitsreform ohne die Einführung einer staatlichen Krankenversicherung. Das neue Modell könne die von Anlegern befürchteten Preissenkungen im Bereich Dialyse verhindern.

Stark gefragt waren auch die Finanzwerte. Den Analysten der Citigroup zufolge könne die Branche zu den Profiteuren der zu erwarteten Konjunkturerholung zählen. "Nach dem größten Fall seit mehr als zwei Jahrzehnten sind die Gewinnerwartungen im Vergleich zu ihren Tiefs vom Mai um fast zehn Prozent gestiegen." Die Titel der Deutschen Bank stiegen um vier Prozent auf 53,36 Euro und setzten sich damit an die Spitze der EuroStoxx50-Gewinner. Societe General verteuerten sich in Paris um 3,8 Prozent auf 55 Euro.

Zu den größten Dax-Verlierern zählten SAP, deren Papiere sich um 1,5 Prozent auf 34,11 Euro verbilligten. Oracle, US-Rivale des Walldorfer Software-Konzerns, hatte am Vorabend enttäuschende Quartalsverkäufe bekannt gegeben und damit Hoffnungen auf eine Erholung der IT-Ausgaben der Unternehmen gedämpft. Oracle gaben im US-Handel 2,9 Prozent auf 21,50 Dollar nach.

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