Marktbericht: Börse Frankfurt
Hypo Real Estate reißt Dax ins Minus

Die Finanzkrise hat nun endgültig auch Europa im Griff: Aktien von Hypo Real Estate brechen um rund 70 Prozent ein und reißen andere Bankenwerte mit in die Tiefe. Der Dax rutscht auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren.

HB FRANKFURT. Sorgen über die Situation der europäischen Finanzbranche haben den deutschen Aktienmarkt zum Wochenauftakt erneut auf Talfahrt geschickt. Gleich mehrere Banken in Europa müssen durch milliardenschwere Rettungsaktionen vor Zusammenbrüchen bewahrt werden, wodurch das viel diskutierte Rettungspaket der US-Regierung für den amerikanischen Finanzsektor in den Hintergrund rückte.

Der Leitindex Dax verlor am Montagabend mehr als 250 Punkte oder 4,23 Prozent auf 5 807,08 Zähler. Damit schloss er auf dem tiefsten Stand seit etwas mehr als zwei Jahren. Der MDax büßte sogar über 460 Punkte ein ging mit minus 6,37 Prozent auf 6 820,42 Zähler aus dem Tag. Der TecDax fiel um fast 50 Punkte oder 6,86 Prozent auf 675,48 Zähler.

Neben der Hypo Real Estate (HRE) benötigt auch der schwer angeschlagene belgisch-niederländische Finanzkonzern Fortis zum Überleben Hilfe von außen und wird teilweise verstaatlicht - das gleiche gilt für die britische Hypothekenbank Bradford & Bingley.

„An der Börse hat sich Panik breit gemacht“, sagte Marktstratege Heino Ruland von FrankfurtFinanz Partner. Die Investoren bekämen es nun richtig mit der Angst zu tun, nachdem sich in der vergangenen Woche noch vereinzelt Zuversicht gezeigt habe. „Das ist ein Umfeld, in dem sich keiner positionieren kann, weil alles in Frage gestellt wird“, sagte der Experte. „Das sind die finalen Auswirkungen der Finanzkrise in dem Sinne, dass wir jetzt sehen werden, wer zusammenbricht und wer nicht.“

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