Marktbericht: Börse Frankfurt
Kursverluste an der Wall Street drücken Dax ins Minus

Der deutsche Aktienmarkt hat seine Gewinne am Montag nicht halten können. Im Sog einer schwächeren Wall Street schloss der Dax knapp 0,2 Prozent schwächer. Zudem hielten sich Anleger vor der Veröffentlichung von Quartalszahlen großer US-Banken am Dienstag und am Mittwoch zurück.

HB FRANKFURT. Der Dax hat am Montag zum dritten Mal in Folge im Minus geschlossen und damit seine im Tagesverlauf erzielten Gewinne wieder abgegeben. Händler machten für die Schwäche im späten Handel die Kursverluste an der Wall Street verantwortlich. Der Dax schloss mit minus 0,18 Prozent bei 4 654,82 Punkten. Der MDax mittelgroßer Werte stieg hingegen um 0,51 Prozent auf 5 267,13 Zähler. Der TecDax verlor 0,28 Prozent auf 453,54 Punkte.

„Dem Markt fehlt es derzeit an Eigendymanik“, kommentierte Frank Geilfuß, Analyst beim Berliner Bankhaus Löbbecke. So habe die andauernde Unsicherheiten über das Rettungspakte für die angeschlagenen US-Autobauer die Kurse an der Wall Street und damit auch den Dax belastet. Zudem hielten sich einige Anleger vor der Veröffentlichung von Quartalszahlen großer US-Banken am Dienstag und am Mittwoch mit stärkeren Engagements zurück, ergänzten Händler.

MAN-Aktien übernahmen im Leitindex die rote Laterne und sackten um 7,49 Prozent auf 32,61 Euro ab. Der Volkswagen-Konzern (VW) ordnet seine Lkw-Beteiligungen neu und verkauft das brasilianische Geschäft mit schweren Lastwagen und Bussen an den Münchener Nutzfahrzeughersteller. Ein Börsianer bewertete das Geschäft als „leicht negativ“, da sich das Wachstum dort dramatisch abschwäche.

Ob mit dem Deal auch die in der Branche seit langem erwartete Lkw-Dreier-Allianz von VW, MAN und Scania Gestalt annimmt, ließ eine VW-Sprecherin offen: „Kein Kommentar.“ VW-Titel legten um 0,28 Prozent auf 306,45 Euro zu.

Siemens-Aktien behaupteten sich knapp und fielen um 0,49 Prozent auf 47,15 Euro. Die Schmiergeldaffäre ist für den Mischkonzern in den USA beendet. Das Unternehmen schloss mit der US-Börsenaufsicht SEC und dem Justizministerium einen Vergleich. Der Konzern trägt nun geringere Belastungen als zuvor befürchtet. Nach der Grundsatzeinigung in den USA steht der Siemens-Konzern Presseberichten zufolge nun auch in Deutschland vor einer Einigung mit den Ermittlern.

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