Marktbericht: Börse Frankfurt
US-Daten drücken Dax ins Minus

Der Dax liegt zum Börsenschluss leicht im Minus. Der Wahlbonus ist aufgebraucht, ein unerwartet schwaches US-Verbrauchervertrauen belastete den Handel. Große Gewinnmitnahmen bleiben aber aus, obwohl das gestrige Plus von fast drei Prozent dazu eingeladen hätte.

HB FRANKFURT. Der Wahlbonus ist aufgebraucht, unerwartet schwache US-Daten drücken den Dax ins Minus. Der Leitindex fiel um 0,40 Prozent auf 5 713 Punkte, nachdem er am Vortag noch den Wahlsieg von Union und FDP mit einem Anstieg um 2,78 Prozent quittiert hatte. Der Aktienumsatz aller Dax-Werte betrug am Dienstag 111,3 (Montag: 120) Millionen Stück. Das Umsatzvolumen sank auf 3,02 (3,5) Milliarden Euro. Für den MDax mittelgroßer Werte ging es um 0,26 Prozent auf 7 332 Punkte nach unten, während der TecDax 0,37 Prozent auf 752 Zähler abgab.

Doch Händler rechneten nicht damit, dass der Dax bald deutlicher auf Talfahrt geht. "Es sind immer noch viele Marktteilnehmer skeptisch und deswegen nicht investiert", sagte ein Börsianer. Diese müssten immer nachziehen, sobald der Dax steige. "So lange es so viele Skeptiker gibt, ist der Dax nicht totzukriegen."

Die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA seien derweil gemischt ausgefallen. In den Vereinigten Staaten waren zwar die Häuserpreise in den 20 größten Ballungsgebieten im Juli den dritten Monat in Folge gestiegen. Die Stimmung der Verbraucher hatte sich aber im September überraschend eingetrübt.

Der Index des US-Verbrauchervertrauens war im September auf 53,1 Punkte gesunken - Analysten hatten mit einem Anstieg auf 57 Punkte von revidiert 54,5 Zählern im Vormonat gerechnet. "Es sieht so aus, als dämpfe die Lage am Arbeitsmarkt weiter das Vertrauen der Verbraucher. Die Leute denken immer noch, dass es schwer ist einen Arbeitsplatz zu bekommen. Und bis sich das nicht geändert hat, wird das Vertrauen nicht zurückkehren", erklärte Gary Thayer, Makrostratege bei Wells Fargo in St. Louis. Die Monatsdaten vom Arbeitsmarkt werden am Freitag veröffentlicht.

Zu den Hinguckern am Markt zählten unter anderem die Titel von Salzgitter mit minus 2,28 Prozent auf 66,89 Euro. Das Stahlunternehmen will eine nicht nachrangige und nicht besicherte Wandelanleihe begeben. Marktteilnehmer fragten sich angesichts der soliden Finanzsituation vor allem nach dem Hintergrund dieser Transaktion. Siemens-Papiere fielen um 1,74 Prozent auf 64,81 Euro. Der Technologiekonzern hatte sich zuvor eher verhalten über die derzeitige Geschäftsentwicklung geäußert. Ein Analyst begründete die Verluste auch mit der Aussage von Finanzvorstand Joe Kaeser, dass sich die meisten Analysten zu optimistisch bezüglich der künftigen Sektorgewinne geäußert hätten.

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