Marktbericht
Börse in Tokio schließt schwächer

Nach der US-Leitzinserhöhung hat die asiatische Leitbörse in Tokio am Donnerstag mit Verlusten geschlossen.

HB SINGAPUR. Allgemein boten die asiatischen Märkte zum Börsenschluss ein uneinheitliches Bild, nachdem die US-Notenbank Fed am Vortag den Schlüsselzins auf 5,0 Prozent erhöht und auch eine weitere Straffung der Geldpolitik nicht ausgeschlossen hatte. Der Dollar erholte sich nach der Talfahrt der vergangenen Tage.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,53 Prozent schwächer bei 16.862 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor bis Handelsschluss 0,8 Prozent auf 1711 Zähler. Die Aktienmärkte in Hongkong, Taiwan und Südkorea verbuchten Gewinne, die Aktienmärkte in Singapur lagen dagegen im Minus.

Händler beklagten die Ungewissheit über die weitere US-Zinsentwicklung nach den Äußerungen des US-Notenbankchefs. „Die Erklärung war die gleiche wie zuvor und gab uns auch keinen Hinweis darauf, wohin die Reise geht“, sagte Hiroichi Nishi von Nikko Cordial Securities. Der Markt wurde jedoch von einer unerwartet zurückhaltenden Äußerung des US-Finanzministers John Snow zur chinesischen Währungspolitik gestützt. Snow hatte sich gescheut, China Manipulationen vorzuwerfen und nannte die nur langsam flexiblere Währungspolitik Chinas „extrem unbefriedigend“.

Die Aktien des weltweit zweitgrößten Autoherstellers Toyota fielen um zwei Prozent. Die Händler reagierten mit Enttäuschung auf den am Mittwoch von dem Unternehmen vorgelegten Ausblick für den Betriebsgewinn, da der Markt mit mehr gerechnet hatte. Auch die Papiere von Konkurrenten wie Nissan und Honda verzeichneten Kursabschläge.

Zu den Kursgewinnern zählten hingegen Bergbau-Aktien. Die Anteilsscheine des Weltmarktführers BHP Billiton gewannen 2,07 Prozent. Auch die Aktien der Nummer Zwei der Branche, Rio Tinto, notierten fester, wie auch die Papiere des im Goldbergbau engagierten Unternehmens Newcrest Mining.

In New York hatte am Freitag die Wall Street kaum verändert tendiert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Markt mit einem Plus von 0,02 Prozent bei knapp 11.643 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,17 Prozent auf 1323 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel 0,75 Prozent auf 2321 Punkte.

Der Dollar näherte sich angesichts der Unsicherheit über das Ausmaß weiterer US-Zinssteigerungen einem Drei-Monats-Tief. Ein Euro wurde im Handel in Fernost mit 1,2748 Dollar gehandelt nach 1,2785 Dollar im späten US-Handel. Gegenüber der japanischen Währung Yen wurde der Dollar mit 111,16 Yen gehandelt.

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