Marktbericht: Börse Japan
Nikkei legt kräftig zu

Nach drei Feiertagen meldet sich die Börse in Tokio eindrucksvoll zurück. Zum Handelsschluss liegt der Nikkei mit 1,7 Prozent im Plus. Vor allem Exportwerte treiben den Leitindex. Die Aktien der Airlines stehen dagegen unter Druck.

HB TOKIO. Während die Börse in Hongkong angesichts eines schwachen Börsendebüts deutlich im Minus lag, feierte die Börse in Tokio nach einer Pause von drei Feiertagen ein eindrucksvolles Comeback. In Tokio gab es deutliche Gewinne, gefragt waren besonders Exportwerte. Unter Druck gerieten nach schlechten Nachrichten dagegen die Papiere der Fluglinie Japan Airlines sowie des Finanzkonzerns Aiful.

In Tokio gewann der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,7 Prozent auf 10 544 Punkte und schloss damit auf dem höchsten Stand seit einem Monat. Der breiter gefasste Topix-Index legte 1,2 Prozent auf 950 Zähler zu. Die Börse in Shanghai notierte ebenfalls fester. Die Märkte in Südkorea, Taiwan, Singapur und Hongkong lagen dagegen im Minus. Am Vorabend verlor der Dow Jones in New York 0,8 Prozent auf 9 748 Punkte.

In Tokio zeigten sich die Händler, die sich vor der Ferienpause vor allem Sorgen um einen zu starken Yen gemacht hatten, zufrieden über die Entwicklung in den USA. "Die Wall Street hat die letzten Tage nicht deutlich verloren, deshalb sind die Investoren heute in Kauflaune", sagte Anlage-Stratege Mitsushige Akino. Zu den Gewinnern gehörten die Anteilscheine von Advantest, die sich um 2,7 Prozent verteuerten. Die Papiere von Fast Retailing kletterten nach einer Hochstufung von Goldman Sachs sogar um 5,3 Prozent. Steil abwärts ging es dagegen mit Japan-Airlines-Aktien. Die Papiere verloren mehr als 15 Prozent an Wert, nachdem es in Kreisen geheißen hatte, die Fluggesellschaft solle nach dem Willen ihrer Gläubiger aufgespalten werden. Laut einem Medienbericht will sich JAL zudem um Staatshilfen bemühen. Auch die Papiere von Aiful kamen unter die Räder und brachen um 23,9 Prozent ein. Der auf Verbraucherkredite spezialisierte Finanzkonzern hatte angekündigt, die Zahl seiner Belegschaft zu halbieren und rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem Verlust von rund 2,3 Mrd. Euro.

In Hongkong legte das staatliche Hütten- und Baukonglomerats Metallurgical Corp of China (MCC) das schlechteste Debüt des Jahres hin. Die Papiere fielen rund 13 Prozent. Das schwache Debüt belastete auch den Gesamtmarkt, der HSI-Index lag 2,8 Prozent im Minus.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%