Marktbericht: Börse New York
Aussicht auf Konjunkturhilfe treibt US-Börsen

Die Aussicht auf ein weiteres Konjunkturprogramm der amerikanischen Regierung hat die US-Börsen am Montag beflügelt. Notenbankchef Ben Bernanke hatte sich erstmals dafür ausgesprochen, US-Präsident George W. Bush offen für zusätzliche Maßnahmen gezeigt. Der Dow Jones legte um fast fünf Prozent zu.

HB NEW YORK. US-Notenbankchef Ben Bernanke habe sich erstmals hinter die Forderung nach weiteren Staatshilfen für die Verbraucher gestellt und damit eine Linderung der Wirtschaftsschwäche in Aussicht gestellt, sagten Händler. Die Aktienkurse profitierten zudem von Nachrichten, dass die Kreditklemme etwas nachlässt, weil der Interbankenmarkt, in dem sich die Banken untereinander Geld leihen, wieder in Gang kommt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 4,67 Prozent fester mit 9 265 Punkten nahezu am Tageshoch. Im Verlauf war der Index zwischen 8 852 und 9 266 Zählern gependelt. Der breiter gefasste S&P-500 kletterte um 4,77 Prozent auf 985 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 3,43 Prozent auf 1 770 Zähler.

Bernanke hatte sich bei einer Rede im US-Kongress angesichts der Wachstumsschwäche erstmals für ein weiteres Konjunkturprogramm ausgesprochen. Das US-Präsidialamt erklärte seinerseits, es stehe einer solchen Maßnahme offen gegenüber. Zunächst müsse es aber Vorschläge des Kongresses geben, der von den Demokraten dominiert wird. Die Demokraten beraten derzeit über ein Konjunkturprogramm im Umfang von 150 Milliarden Dollar. Mit dem Geld wollen sie die Infrastruktur ertüchtigen, Arbeitsplätze schaffen und die regionale Wirtschaft ankurbeln. Die US-Regierung hatte im Sommer 168 Milliarden Dollar freigegeben, um den privaten Konsum zu stützen. Allerdings führte das nur vorübergehend zu vermehrten Konsum-Ausgaben.

Nach einer Heraufstufung durch die Analysten von Oppenheimer legten die Aktien von Exxon 10,2 Prozent zu. Die Papiere des Rivalen Chevron verteuerten sich um 11,6 Prozent. Auftrieb gab es auch durch den Anstieg der Ölpreise: US-Leichtöl verteuerte sich um fast fünf Prozent auf 75 Dollar.

Im Blickpunkt der Anleger waren auch die Aktien des US-Atomstromproduzenten Exelon und des Energieunternehmens NRG Energy. Exelon will den Rivalen für rund sechs Milliarden Dollar übernehmen und damit zum größten Energieversorger der Vereinigten Staaten aufsteigen. Die NRG-Aktie schoss knapp 30 Prozent in die Höhe. Nach Vorlage unerwartet guter Ergebnisse gewannen die Papiere des Energieservice-Konzerns Halliburton 14 Prozent.

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