Marktbericht: Börse New York
Chinas Geldspritze verpufft an der Wall Street

Rezessionssorgen haben die US-Börsen am Montag erneut belastet. Sorgte zu Handelsbeginn noch die Hoffnung auf eine wieder anziehende Nachfrage aus China für Kursgewinne, lagen die Kurse zu Handelsschluss wieder deutlich im Minus. Besonders hart traf es die Aktie von General Motors.

HB NEW YORK. Sorgen vor einem weltweiten Wirtschaftsabschwung haben am Montag die US-Aktienmärkte belastet. Zwar konnten die Kurse im frühen Handel noch von der Hoffnung auf eine wieder anziehende Nachfrage aus China profitieren, nachdem die Regierung in Peking ein milliardenschweres Konjunkturprogramm angekündigt hatte. Im Verlauf gab es dann aber Zweifel, ob US-Unternehmen tatsächlich von dem Paket profitieren könnten.

Auch die dramatische Talfahrt der General-Motors-Aktie lastete auf den Kursen. Zudem drückten Spekulationen über den ersten Quartalsverlust der Firmengeschichte bei Goldman Sachs die Stimmung. Dagegen verhalf die ausgeweitete Unterstützung der US-Notenbank für AIG dem Versicherer ins Plus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss rund 0,8 Prozent schwächer bei 8871 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 8760 und 9159 Punkten bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab rund 1,3 Prozent nach auf 919 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor rund 1,9 Prozent auf 1617 Stellen. In Frankfurt halfen die Nachrichten aus China vor allem Industrie- und Chemiewerten ins Plus: Der Dax ging 1,8 Prozent höher bei 5025 Punkten aus dem Handel.

Die zuletzt schon gebeutelten Autowerte blieben in New York unter Druck. Der künftige US-Präsident Barack Obama hatte zwar zuletzt gesagt, für ihn habe die Unterstützung der Branche "höchste Priorität". Die Aktien von General Motors fielen dennoch um bis zu 26 Prozent auf gut drei Dollar - den tiefsten Stand seit mehr als 60 Jahren. Zuvor hatten Ratingagenturen ihre Einschätzungen für den Konzern zurückgenommen, die Deutsche Bank setzte ihr Kursziel für die GM-Aktie sogar auf null Dollar zurück. Ford-Papiere verloren etwa 4,5 Prozent.

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