Marktbericht: Börse New York
Dow beendet Achterbahnfahrt mit Kursgewinnen

Die Börsianer in New York waren am Mittwoch hin- und hergerissen: Einerseits keimte durch jüngste Daten Hoffnung auf ein Abflauen der Rezession auf, anderseits belasteten Sorgen über die schwache Nachfrage bei der Emission neuer US-Staatsanleihen die Anleger. Nach einer Berg- und Talfahrt setzten sich die Optimisten durch.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Handel 1,2 Prozent fester bei 7 749 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 7 863 und 7 550 Punkten geschwankt hatte. Der breiter gefasste S&P-500 gewann ein Prozent auf 813 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq tendierte 0,8 Prozent höher bei 1528 Stellen. Die anfänglichen Kursgewinne an der Wall Street zogen auch den deutschen Aktienmarkt mit: Der Dax schloss 0,9 Prozent höher bei 4223 Punkten.

Vor allem ein überraschendes Auftragsplus in der Industrie sowie eine Belebung am Immobilienmarkt schürten die Hoffnung, dass die Talsohle der Wirtschaftskrise erreicht sein könnte. Ein überraschender Anstieg der Verkäufe von Einfamilienhäusern verhalf vielen Titeln aus dieser Branche ins Plus. So legten etwa die Aktien des Hausbauers DR Horton knapp sechs Prozent zu. Auch viele Titel der Finanzbranche konnten ihre jüngste Rally fortsetzen: Die Papiere der Bank of America legten um knapp acht Prozent zu, bei JPMorgan waren es sogar fast neun Prozent.

Für Verunsicherung sorgte jedoch US-Finanzminister Timothy Geithner, der sich "ziemlich offen" für einen Vorschlag Chinas zur Neuregelung des weltweiten Währungssystems zeigte und damit den Dollar auf Talfahrt schickte. Der Druck auf die US-Währung ließ jedoch deutlich nach, als Geithner betonte, ein starker US-Dollar sei weiter im Interesse der USA und werde wohl noch lange Reservewährung bleiben. Das geringe Interesse der Investoren an neuen 5-jährigen Staatsanleihen schürte Sorgen über die anstehende Finanzierung der gigantischen Konjunkturprogramme in den USA.

Technologiewerte schlugen sich meist deutlich schlechter als der Gesamtmarkt. So gingen Apple nahezu unverändert aus dem Handel, während Google ein Prozent einbüßte und die Aktien des Blackberry-Herstellers Research in Motion sogar drei Prozent verloren.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,77 Mrd. Aktien den Besitzer. 2137 Werte legten zu, 923 gaben nach und 97 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,48 Mrd. Aktien 1692 im Plus, 979 im Minus und 115 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 21/32 auf 99-23/32. Sie rentierten mit 2 783 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben mehr als anderthalb Punkte auf 95-27/32 Stellen nach, wodurch die Rendite auf 3,732 Prozent stieg.

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