Marktbericht: Börse New York
Dow Jones gibt nach – Nasdaq erholt sich

Techwerte sind die Sieger des Börsentages an der Wall Street. Während enttäuschende Unternehmenszahlen den Dow Jones ins Minus drückten, begab sich der Nasdaq auf Erholungskurs. Unterstützung erhielt er dabei von US-Konjunkturdaten.

HB NEW YORK. Die US-Industrie hat im Januar ihre Talfahrt überraschend etwas abgebremst hat. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 7 936 Punkten aus dem Handel. Das Marktbarometer bewegte sich im Handelsverlauf zwischen 7 867 und 8 000 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 schloss kaum verändert bei 825 Punkten. Der Nasdaq rückte dagegen um 1,2 Prozent auf 1 495 Punkte vor.

Am Freitag hatten Dow und S&P den schlechtesten Januar ihrer Geschichte beendet. Dies drückte die Stimmung der Anleger, da der Januar traditionell den Ton für die Wertentwicklung der Aktien im restlichen Jahr vorgibt. Nach dem bislang schlechtesten Januar sei nicht viel Optimismus zu finden, sagte Andre Bakhos, Präsident der Princeton Financial Group. „Es herrscht Angst, dass die Dinge noch schlechter werden, ehe sie wieder besser werden.“

Am Montag schockierten unter anderem die Zahlen des weltgrößten Spielzeugherstellers Mattel die Anleger. Die rapide abnehmende Beliebtheit von „Barbie“-Puppen und die Verängstigung der Verbraucher in der Wirtschaftskrise haben den Gewinn des Konzerns am Jahresende fast halbiert. Die Mattel-Aktien brachen mehr als 16 Prozent ein.

Finanztitel wurden erneut von der anhaltenden Unsicherheit über die Zukunft der Branche belastet. So notierten etwa die Aktien der Bank of America knapp neun Prozent tiefer. In einem Interview des Fernsehsenders NBC sagte US-Präsident Barack Obama, er habe Finanzminister Timothy Geithner angewiesen, klare Richtlinien für die Rettung von Finanzinstituten zu erstellen. Obama wollte noch am Montag mit hochrangigen Kongressmitgliedern der Demokraten zu Gesprächen über sein fast 900 Mrd. Dollar schweres Konjunkturpaket zusammentreffen. Der Plan soll nach dem Willen des Präsidenten bis Mitte Februar vom Kongress bewilligt werden. Führende Republikaner im Kongress haben sich jedoch gegen eine Unterstützung des Plans ohne Änderungen ausgesprochen.

Technologietitel profitierten dagegen von einem überraschenden Anstieg des an den Finanzmärkten viel beachteten Konjunkturindizes der US-Einkaufsmanager. Dieser legte auf 35,6 von 32,9 Punkten im Vormonat zu. Das ist der erste Anstieg seit Juni. Experten hatten im Schnitt dagegen mit einem Rückgang auf 32,6 Punkte gerechnet.

Die Techwerte begaben sich angeführt von Microsoft und Intel auf Erholungskurs. Die Aktien des Softwaregiganten Microsoft verteuerten sich um gut vier Prozent. Die Anteilsscheine des weltgrößten Chipherstellers Intel schossen 5,7 Prozent in die Höhe. „Wir sehen bei den Hochtechnologiewerten eine Rally der Erleichterung. Die Hightechs könnten demnächst von einem Anstieg der Kapitalausgaben profitieren“, sagte Terry Morris von National Penn Investors.

Auf den Verkaufslisten der Börsianern standen dagegen die Papiere des US-Einzelhändlers Macy's. Das Unternehmen streicht im Zuge der Wirtschaftskrise 7000 Stellen. Das sind rund vier Prozent der insgesamt 182 000 Mitarbeiter. Die Aktie brach um vier Prozent ein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,33 Mrd. Aktien den Besitzer. 1 376 Werte legten zu, 1 658 gaben nach und 95 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von zwei Mrd. Aktien 1451 im Plus, 1248 im Minus und 116 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 37/32 auf 108-25/32. Sie rentierten mit 2,719 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 82/32 auf 118-26/32 und hatten eine Rendite von 3,470 Prozent.

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