Marktbericht: Börse New York
Dow Jones schließt knapp unter 9 000-Punkte-Marke

Der Dow Jones verfehlt die 9 000-Punkte-Marke knapp, geht aber so hoch wie seit Anfang November nicht mehr aus dem Handel: Zum zweiten Mal in Folge haben die US-Börsen mit deutlichen Kursgewinnen geschlossen. Besonders gefragt waren Autowerte, die sich zuletzt stark verbilligt hatten.

HB NEW YORK. Beflügelt von der Aussicht auf ein milliardenschweres Rettungspaket für die Autobranche und Hilfsplänen des künftigen Präsidenten Barack Obama haben die US-Aktienmärkte am Montag deutliche Gewinne verbucht. Der Kongress näherte sich im Laufe des Tages einer Einigung zur Stützung der schlingernden Autohersteller an und die Demokratische Partei überwies einen Entwurf an das Präsidialamt. Zudem zeigten sich die Anleger erfreut über die Ankündigungen für das größte Infrastrukturprogramm seit 50 Jahren, das binnen zwei Jahren mindestens 2,5 Mio. Arbeitsplätze schaffen soll.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 3,5 Prozent im Plus bei 8 934 Punkten. Er pendelte im Tagesverlauf zwischen 8 637 und 9 026 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 3,8 Prozent auf 909 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 4,1 Prozent auf 1 571 Punkte vor.

In New York waren vor allem Autowerte gefragt, die sich zuletzt stark verbilligt hatten. Der Entwurf der Demokraten sieht Parlamentskreisen zufolge Hilfen im Umfang von 15 bis 17 Mrd. Dollar vor. Dem Papier zufolge sollen General Motors(GM), Ford und Chrysler unter anderem Kredite mit siebenjähriger Laufzeit erhalten. Der Plan sieht auch eine Aufsicht über die Umsetzung der Hilfen vor. Der US-Präsident solle einen oder mehrere Bevollmächtigte für diese Aufgabe ernennen, hieß es. Bis zum 31. März müssten die Autobauer dieser Aufsicht einen langfristigen Plan für ihre Restrukturierung vorlegen. Die Aktien von GM kletterten bis zur Schlussglocke um über 20 Prozent, die Anteilsscheine von Ford legten sogar um über 24 Prozent zu.

Von den Aussagen Obamas über ein umfassendes Konjunkturprogramm profitierten unter anderem die Aktien der Baubranche. So legten die Anteilsscheine des weltgrößten Baumaschinenherstellers Caterpillar um rund elf Prozent zu, die Papiere des Baukonzerns Shaw Group stiegen um 19 Prozent. Auch die Aktien des Chemieriesen Dow Chemical gewannen rund sieben Prozent. Der Konzern hatte bekanntgegeben, weltweit rund elf Prozent seiner Stellen zu streichen.

Zulegen konnten auch die Anteilsscheine des weltgrößten Börsenbetreibers New York Stock Exchange Euronext, die um über 22 Prozent in die Höhe schossen. Am Sonntag hatte die Deutsche Börse erklärt, strategische Gespräche zwischen den beiden Unternehmen über einen möglichen Zusammenschluss seien ergebnislos beendet worden.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,74 Mrd. Aktien den Besitzer. 2467 Werte legten zu, 686 gaben nach und 61 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,32 Mrd. Aktien 1991 im Plus, 779 im Minus und 115 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 05/32 auf 101,08/32. Sie rentierten mit 1,737 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 14/32 auf 108,17/32 und hatten eine Rendite von 2,762 Prozent.

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