Marktbericht: Börse New York
Dow Jones schließt unter 10 000 Punkten

Die guten Quartalszahlen von Microsoft und Amazon konnten den US-Aktienmärkten nur kurzzeitig helfen. Die Stimmung war an der Wall Street zum Wochenausklang äußerst verhalten. Der Dow Jones konnte die Marke von 10 000 Punkten nicht halten.

HB NEW YORK. Trotz überraschend guter Zahlen des weltgrößten Softwarekonzerns Microsoft haben die US-Börsen am Freitag im Minus geschlossen. Der Dow Jones fiel erneut unter die Marke von 10 000 Punkten. Ein Anstieg des Dollar zwang Energiewerte in die Knie. „Immer, wenn der Dollar Lebenszeichen von sich gibt, geht es am Aktienmarkt bergab“, sagte der Börsenhändler Joe Saluzzi. Im Gegenzug geriet der Ölpreis unter Druck. Der Preis für ein Fass der Sorte WTI fiel um 1,5 Prozent unter die Marke von 80 Dollar.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,1 Prozent tiefer bei 9972 Punkten und damit unter der vielbeachteten Marke von 10 000 Stellen. Im Handelsverlauf pendelte er zwischen 9932 und 10 109 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 1,2 Prozent auf 1079 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,5 Prozent auf 2154 Punkte. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 5740 Zählern ins Wochenende. Auf Wochensicht gab der Dow um 0,2 Prozent nach, der S&P um 0,7 Prozent und die Nasdaq um 0,1 Prozent.

Die Nasdaq wurde von den Schwergewichten Microsoft und Amazon gestützt. Der Softwarekonzern verblüffte in seinem ersten Geschäftsquartal mit Gewinn von 3,57 Mrd. Dollar, zudem übertraf er erstmals seit einem Jahr die Umsatzerwartungen der Experten. Die Aktie verteuerte sich um 5,4 Prozent. Der größte Internet-Händler Amazon hatte am Donnerstag nach US-Börsenschluss einen ebenfalls überraschend hohen Gewinnsprung vorgelegt. Die Investoren griffen zu, die Papiere haussierten mit über 26 Prozent.

Dagegen machte der Ausblick von Schlumberger Hoffnungen auf einen baldigen Aufschwung im Energiesektor zunichte. Der Konzern rechnet mit einer Erholung im Erdgasgeschäft erst ab Ende 2010. Schlumberger-Aktien fielen um fünf Prozent. Bergab ging es auch für die Titel des zweitgrößten US-Straßenbauers Burlington Northern Santa Fe. Die Aktien gaben nach einer schlechteren Bewertung um 6,5 Prozent nach und belasteten den Dow.

Selbst gute Zahlen vom US-Immobilienmarkt konnten keinen Auftrieb geben. Der Verkauf bestehender Eigenheime zog im September sprunghaft an. Auf das Jahr hochgerechnet legte er um 9,4 Prozent auf 5,57 Mio. Häuser zu und erreichte damit die höchste Jahresrate seit Juli 2007. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 5,35 Mio. Eigenheime gerechnet. Die Entwicklung stärkte aber den Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,28 Mrd. Aktien den Besitzer. 736 Werte legten zu, 2284 gaben nach und 106 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,47 Mrd. Aktien 609 im Plus, 2040 im Minus und 108 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen auf 101-01/32. Sie rentierten mit 3,497 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken auf 103-14/32 und hatten eine Rendite von 4,294 Prozent.

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