Marktbericht: Börse New York
Dow Jones wankt – fällt aber nicht

Lange sah es nach einem miserablen Wochenstart für die US-Aktienmärkte aus – und das nach dreiwöchiger Rally. Doch am Ende haben vor allem Finanzwerte Schlimmeres verhindert. Der Dow Jones schloss minimal im Plus – das allerdings als einziger der drei großen US-Indizes.

HB NEW YORK. Die US-Aktienmärkte sind uneinheitlich in die neue Woche gestartet. Gegen Ende des Handelstages zogen Finanzwerte den Dow Jones zwar ins Plus, der aber dann doch praktisch unverändert schloss. Der S&P 500 und die Technologiebörse Nasdaq gaben nach. Eine Gewinnwarnung der Restaurantkette McDonald's und Sorgen um die Entwicklung am Anleihenmarkt verschreckten die Anleger. Zudem warteten die Investoren nach dem Aufwärtstrend an der US-Börse in den vergangenen Monaten auf konkrete Belege, dass es mit der größten Volkswirtschaft der Welt wieder aufwärtsgeht.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Handelsverlauf zwischen einem Hoch von 8 823 und einem Tief von 8 633 Punkten. Er schloss kaum verändert bei 8 764 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss 0,1 Prozent tiefer bei 939 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,4 Prozent und ging mit 1 842 Punkten aus dem Handel.

Apple-Aktien gaben 0,6 Prozent auf 143,85 Dollar nach. Bei der mit Spannung verfolgten Entwickler-Konferenz des iPod- und iPhone-Herstellers vermissten die Anleger Konzernchef Steve Jobs. Über einen Auftritt des gesundheitlich angeschlagenen Apple-Gründers war im Vorfeld spekuliert worden, doch er blieb zunächst aus. Jobs hatte sich im Januar von der Konzernspitze zurückgezogen und damit für Unruhe an der Börse gesorgt.

Auch die Preispolitik von Apple beunruhigte die Anleger: Die Vorstellung eines vergleichsweise billigen Notebooks und eines günstigeren iPhones ließ vermuten, dass die Verbraucher noch länger nicht so tief in die Tasche greifen wollen.

Unter Druck gerieten die Aktien von McDonalds, die 1,9 Prozent verloren. Die weltgrößte Fastfood-Kette rechnet mit einem Gewinnrückgang im zweiten Quartal von acht bis neun Cent pro Aktie bei gleichbleibenden Wechselkursen.

Höhere Renditen auf Staatsanleihen sorgten ein weiteres Mal für Unruhe unter den Investoren. Sie fürchten, dass ein mit der Renditensteigerung verbundener Anstieg der Zinsen die Preise für die rezessionsgeplagten Verbraucher und Unternehmen in die Höhe treiben dürfte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,1 Mrd. Aktien den Besitzer. 1 106 Werte legten zu, 1 890 gaben nach und 109 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 1,9 Mrd. Aktien 1 026 Titel im Plus, 1 657 im Minus und 142 unverändert.

Die zehnjährigen Staatsanleihen gaben im späten Handel auf 93-20/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 3,9053 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gewannen auf 93-23/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,6402 Prozent.

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