Marktbericht Börse New York
Dow Jones zum Wochenausklang im Minus

Schwache Daten zum US-Verbrauchervertrauen haben den Dow Jones zum Wochenausklang belastet. Vor allem Finanzwerte zählten zu den Verlierern. Gegen den Trend behaupteten sich Computerwerte, hier legten Dell und Intel kräftig zu.

HB NEW YORK. Schwache Daten zum US-Verbrauchervertrauen haben den Dow-Jones-Index am Freitag belastet. Das Vertrauen der Konsumenten in die Wirtschaftsentwicklung der USA fiel diesen Monat auf den tiefsten Stand seit April. Zudem macht sich bei Anlegern das Gefühl breit, dass der etwa 50-prozentige Kursaufschlag seit März bei den großen drei US-Indizes womöglich übertrieben sein könnte.

Dagegen halfen gute Nachrichten aus der Computerbranche dem technologielastigen Nasdaq-Index zu moderaten Gewinnen: Zum einen äußerte sich der Chiphersteller Intel positiv über die Zukunft, zum anderen legte der weltweit zweitgrößte Computerhersteller Dell unerwartet gute Zahlen vor.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging am Freitag mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 9 544 Punkten aus dem Handel, nachdem er im Verlauf zwischen 9 495 und 9 630 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 schloss 0,2 Prozent tiefer bei 1 028 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq beendete den Handel dagegen 0,1 Prozent im Plus bei 2028 Punkten. Für den gesamten Wochenverlauf ergibt sich ein Plus von 0,4 Prozent beim Dow, von 0,3 Prozent beim S&P und 0,4 Prozent beim Nasdaq-Index.

Mit einem rigiden Sparkurs und einem Verzicht auf Rabattschlachten hat sich Dell zuletzt unerwartet gut in der Krise geschlagen. Zum Entzücken der Börsianer blickte der Konzern bei der Vorlage seiner Bilanzzahlen am Donnerstagabend zudem zuversichtlich in die Zukunft. Die Papiere schlossen 1,8 Prozent im Plus. Sie hatten bereits am Donnerstag mit einen Kurssprung von sieben Prozent auf die kurz vor Börsenschluss vorgelegten Zahlen reagiert. „Investoren haben auf eine Erholung im Technologiesektor spekuliert, und die Dell-Zahlen deuten an, dass sie damit richtig liegen“, sagte ein Analyst.

Intel erhöhte seine Umsatz- und Gewinnprognose. Die Anteilsscheine des Chipherstellers legten um vier Prozent zu. Die Apple-Aktie schloss 0,4 Prozent höher, nachdem der Konzern eine Einigung zum Verkauf seines Kassenschlagers iPhone in China vermelden konnte. Der Mobilfunkmarkt in China ist mit rund 700 Mio. Handy-Kunden der größte der Welt. Zu Handelsbeginn hatte die Aktie deswegen noch Gewinne verzeichnet.

Die Nobel-Juwelierkette Tiffany setzt die Wirtschaftskrise weniger zu als befürchtet. Das US-Unternehmen verdiente im abgelaufenen Quartal mehr als erwartet und erhöhte daraufhin seine Prognosen für das Gesamtjahr. Die Anleger reagierten erfreut: Die Aktie legte 11,3 Prozent zu.

Zu den Verlierern zählten Finanzwerte wie JPMorgan. Die Aktie der Bank sank 1,2 Prozent. Auch Pharmawerte büßten ein: Die Aktie von Merck & Co fiel 1,7 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,19 Mrd. Aktien den Besitzer. 1507 Werte legten zu, 1 490 gaben nach und 114 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,35 Mrd. Aktien 938 im Plus, 1731 im Minus und 120 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 2/32 auf 101-16/32. Sie rentierten mit 3,446 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 18/32 auf 105-05/32 und hatten eine Rendite von 4,195 Prozent.

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