Marktbericht: Börse New York
Dow schließt deutlich über 7 000 Punkten

Die US-Börsen haben am Donnerstag den dritten Tag in Folge Gewinne verzeichnet: Der Dow-Jones-Index schloss deutlich über 7000 Punkten. S&P-500-Index und die Technologiebörse Nasdaq legten sogar jeweils mehr als vier Prozent zu. Vor allem Äußerungen von Bank-of-America-Chef Kenneth Lewis und eine stabile Prognose für die Geschäftsaussichten des Mischkonzerns General Electric beflügelten die Kurse an der Wall Street.

HB NEW YORK. Lewis erklärte, dass sein Institut keine weiteren Staatshilfen benötige. Zudem habe die Bank zu Jahresanfang trotz der Finanzkrise wieder profitabel gearbeitet. Ähnliche Erklärungen der Citigroup und von JP Morgan hatten in den vorangegangenen beiden Tagen für eine Erholung der Kurse an der Wall Street gesorgt. Auch besser als erwartet ausgefallene Einzelhandelsdaten beruhigte die Händler. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 3,5 Prozent höher bei 7170 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er dabei zwischen 6872 und 7184 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 4,1 Prozent auf 750 Zähler. Der Index der Technologie-Börse Nasdaq legte um rund vier Prozent auf 1426 Punkte zu. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von einem Prozent bei 3956 Punkten aus dem Handel.

Der Branchenprimus Bank of America wird nach Einschätzung von Konzernchef Lewis im gesamten Jahr profitabel arbeiten. Auch den "Stress-Test" der Regierung werde sein Geldhaus bestehen. Das Institut hatte 45 Mrd. Dollar aus dem staatlichen Bankenrettungspaket TARP erhalten. Die Aktien der Bank schossen um fast 19 Prozent in die Höhe, die der Citigroup 8,4 Prozent. Die Anteilsscheine von JP Morgan legten um 14 Prozent zu. Alle drei Banken sind nach Aussagen ihrer Chefs mit schwarzen Zahlen in das Jahr gestartet. "Die Nachrichten der Banken sind wirklich gut," urteilte Hugh Johnson von Johnson Illington Advisors. "Es zeigt, dass sie profitabel arbeiten und damit beginnen, wieder mehr Geld zu verleihen. Man kann sich nicht mehr wünschen."

Für gute Stimmung an der Börse sorgten auch Konjunkturdaten. Die Kauflaune der US-Verbraucher hat sich trotz der immer tieferen Rezession im Februar überraschend wenig eingetrübt. Die Einzelhändler erlösten im Februar 0,1 Prozent weniger als im Vormonat. Analysten hatten dagegen mit einem stärkeren Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet. Die Papiere des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart profitierten von den Nachrichten und gewannen 3,1 Prozent.

Die Aktien von General Electric stiegen um rund 13 Prozent. Um den Zustand der GE-Finanzsparte hatte es in der vergangenen Woche Spekulationen gegeben. Die Ratingagentur Standard & Poor's stufte GE geringer herab als befürchtet. Die langfristige Entwicklung des Mischkonzerns bewerte die Agentur als stabil.

Zu einem regelrechten Kursfeuerwerk kam es bei den Aktien von CV Therapeutics. Das Papier des Pharmaunternehmens sprang um rund 32 Prozent in die Höhe, nachdem der Konkurrent Gilead Sciences ein Übernahmegebot für den Konzern über rund 1,4 Mrd. Dollar vorgelegt hatte. Auch die Gilead-Aktien kletterten nach anfänglichen Minuszeichen in die Gewinnzone und schlossen 0,9 Prozent höher.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,79 Mrd. Aktien den Besitzer. 2833 Werte legten zu, 264 gaben nach und 58 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,42 Mrd. Aktien 2210 im Plus, 494 im Minus und 111 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen auf 98-31/32. Sie rentierten mit 2,8773 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten auf 97-24/32 und hatten eine Rendite von 3,6272 Prozent.

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