Marktbericht: Börse New York
Dow und S&P landen im Minus

Die Leitzinssenkung der US-Notenbank Fed im Kampf gegen die Finanzkrise hat die US-Börsen am Mittwoch auf eine Berg- und Talfahrt geschickt. Dow und der S&P-Index schlossen klar im Minus, während der Nasdaq Gewinne verzeichnete. Die Talfahrt in den letzten Handelsminuten wurde auch durch Äußerungen von General Electric-Chef Jeff Immelt beschleunigt.

HB NEW YORK. Gegenüber Dow Jones Newswire sagte Jeff Immelt, dass der Konzern für 2009 lediglich einen Gewinn in Höhe des Vorjahres anstrebt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Börsenschluss 0,8 Prozent tiefer bei 8 990 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 8 890 und 9 363 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 1,1 Prozent auf 930 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte dagegen 0,5 Prozent zu auf 1657 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax 0,3 Prozent im Minus. Den deutschen Index stellten aber erneut die Kursturbulenzen um die Volkswagenaktie auf den Kopf.

Die Fed senkte den Leitzins um 50 Basispunkte auf 1,0 Prozent. Dies ist sein niedrigster Stand seit Juni 2004. Der Zinsschritt war zwar weitgehend erwartet worden, einige Marktteilnehmer hatten aber auf eine stärkere Kappung spekuliert.

"Ich gehe davon aus, dass der Markt die Senkung um 50 Basispunkte auf 1,0 Prozent eingepreist hat", sagte Joe Saluzzi von Themis Trading. "Man kommt zu einem Niveau, bei dem man sich fragt, wie viel weiter die Zinsen gesenkt werden können und was dies bewirkt."

Zu den größten Gewinnern gehörten die Papiere des Autobauers General Motors. Reuters erfuhr aus Kreisen, dass die Gespräche mit dem Finanzinvestor Cerberus über eine Fusion mit der früheren Daimler-Tochter Chrysler weit gediehen seien. GM-Aktien legten daraufhin mehr als acht Prozent zu.

Ebenfalls gefragt waren die Titel des Flugzeugbauers Boeing, nachdem Regierungsdaten eine steigende Nachfrage nach Luftfrachtkapazitäten zeigten. Die Aktie verteuerte sich um 1,8 Prozent.

Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg am Mittwoch um mehr als acht Prozent auf knapp 68 Dollar. Dies wirkte sich vor allem auf die Kurse von Konsumwerten aus. Zu den Verlierern gehörten unter anderem Procter & Gamble-Aktien, die drei Prozent verloren. Johnson&Johnson-Titel verloren nach einer Herabstufung von J.P. Morgan Securities mehr als vier Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,62 Mrd. Aktien den Besitzer. 1955 Werte legten zu, 1144 gaben nach und 61 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,76 Mrd. Aktien 1610 im Plus, 1138 im Minus und 96 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 01/32 auf 101-08/32. Sie rentierten mit 3,845 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 18/32 auf 104-14/32 und hatten eine Rendite von 4,234 Prozent.

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