Marktbericht: Börse New York
Dow und S&P landen im Minus

Nach einer Berg- und Talfahrt haben Dow-Jones-Index und S&P 500 am Mittwoch mit leichten Verlusten geschlossen. Verantwortlich dafür waren vor allem die schlechte Bilanz von Morgan Stanley sowie Energiewerte. Hoffnungen schürte dagegen die Heraufstufung von Caterpillar, die Industriewerten zu Gewinnen verhalfen.

HB NEW YORK. Die US-Börsen sind am Mittwoch nach einer Berg- und Talfahrt uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Nach einem schwachen Start verbuchten die drei großen Indizes deutliche Aufschläge, bevor der Dow Jones unter der Last vor allem von Energietiteln frühe Gewinne wieder einbüßte. Nach erneuten Aufschlägen drehten zum Handelsschluss sowohl der Dow als auch der S&P ins Minus. Die Nasdaq konnte sich knapp im Plus behaupten. Die Heraufstufung des Baumaschinenkonzerns Caterpillar trieb Industriewerte an. Die Bank Morgan Stanley belastete dagegen die Börse, nachdem sie die Anleger mit ihrem überraschend hohen Verlust schockiert hatte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Handelsverlauf zwischen einem Hoch von 8044 und einem Tief von 7868 Punkten. Er schloss mit einem Minus von 1,04 Prozent bei 7886 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,8 Prozent auf 843 Punkte zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,1 Prozent auf 1646 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax zwei Prozent höher bei 4594 Punkten.

Eher zuversichtliche Äußerungen von Konzernmanagern zum Zustand der Weltwirtschaft dämpften im Verlauf die Rezessionssorgen der Anleger: Die Investoren schienen einen optimistischeren Blick nach vorn zu wagen. Die Wall Street konzentriere sich auf die Zeit nach der Rezession und erwarte in der zweiten Jahreshälfte bessere Zeiten, sagte David Katz von Matrix Asset Advisors. "Der Markt stellt sich schließlich auf eine Stabilisierung und Erholung der Wirtschaft ein", meinte auch Tim Ghriskey von Solaris Asset Management. "Die Stimmung ist verhalten, aber optimistisch."

Doch zum Ende des Handelstages brachen die Sorgen über den Zustand der Finanzbranche wieder durch, die schon den Börsenauftakt bestimmt hatten. Da wurde nämlich die Stimmung durch den unerwartet hohen Verlust der Bank Morgan Stanley getrübt. Viele Anleger hatten nach einer Reihe positiver Überraschungen aus dem Finanzsektor auch bei Morgan Stanley auf gute Nachrichten gesetzt. Das Institut gab jedoch den zweiten Quartalsverlust in Folge bekannt. Die Aktien gaben fast neun Prozent nach.

Auf der Verliererseite standen auch Exxon and Chevron Corp. Der Ölpreis fiel nach dem pessimistischen Konjunkturausblick des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeitweise auf unter 48 Dollar je Barrel, was den Energieriesen zu schaffen machte. Exxon-Aktien gaben 2,2 Prozent auf 64,75 Dollar, Chevron-Papiere 1,7 Prozent auf 63,75 Dollar nach.

Dagegen erfreute Caterpillar die Investoren. JP Morgan würdigte Verbesserungen in der Bilanz und der Liquidität des Baggerherstellers und stufte den Konzern herauf. Caterpillar-Aktien legten 3,4 Prozent zu.

Der Biotechnologiesektor profitierte von den überraschend guten Ergebnissen bei Gilead Sciences. Der Konzern übertraf mit seinem Quartalsergebnis die Erwartungen und wurde mit einem Kursplus 5,7 Prozent belohnt. Zu den Gewinnern gehörte auch der Flugzeugbauer Boeing. Zwar senkte der Konzern angesichts der schwierigen Wirtschaftslage seine Prognose für 2009, dies aber weniger stark als von Analysten befürchtet. Die Papiere legten 1,8 Prozent zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,8 Mrd. Aktien den Besitzer. 1617 Werte legten zu, 1402 gaben nach und 94 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 2,7 Mrd. Aktien 1393 Titel im Plus, 1278 im Minus und 135 unverändert.

Die zehnjährigen Staatsanleihen gaben im späten Handel auf 98-11/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 2,9415 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren auf 94-18/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 3,8064 Prozent.

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