Marktbericht: Börse New York
Dow verharrt im Minus

Die US-Börsen haben sich am Freitag nach einem sehr schwachen Start erholt und uneinheitlich geschlossen. Der Leitindex Dow Jones verharrte nach einem kurzen Ausflug in die Gewinnzone im Minus. Auftrieb nicht nur aus der Technologie-Branche.

HB FRANKFURT/MAIN. Die Standardwerte hätten hingegen vor allem von steigenden Kursen bei Finanz- und Energiewerten profitiert. Analysten hatten Hoffnungen geschürt auf weitere Hilfen aus Washington nächste Woche für die angeschlagene Finanzbranche. Energiewerte erholten sich von ihren kräftigen Verlusten der vergangenen Zeit, zumal der Ölpreis wieder deutlich stieg.

Der Dow erholte sich zwar im Handelsverlauf, schloss aber dennoch mit einem Abschlag von 0,56 Prozent auf 8077,56 Zählern. Das bedeutete eine weitere Woche mit Verlusten: Im Wochenvergleich stand diesmal ein Minus von 2,5 Prozent an, nach minus 3,7 Prozent in den sieben Handelstagen zuvor. Der marktbreite S&P-500-Index rückte um 0,54 Prozent auf 831,95 Punkte vor. An der NASDAQ stieg der Composite-Index um 0,81 Prozent auf 1477,29 Zähler.

Die Google-Aktien zählten zu den gefragtesten Werten im NASDAQ- Auswahlindex und gewannen 5,94 Prozent auf 324,70 $. Der Internet-Suchmaschinenbetreiber hatte mit seiner Bilanz die Erwartungen des Marktes übertroffen. Der Wirtschaftskrise zum Trotz lief das Geschäft mit Werbung rund um die Online-Suche im Schlussquartal 2008 weiter rund. Die Deutsche Bank nahm ihr Kursziel für die Aktie allerdings wegen Sorgen über eine weitere Verschlechterung des Konjunkturumfeldes von 480 auf 390 Dollar zurück. Die Microsoft-Titel erholten sich leicht von ihrem knapp zwölfprozentigen Kurssturz am Vortag, nachdem der weltgrößte Software-Konzern infolge eines Gewinneinbruchs im zweiten Geschäftsquartal seine Jahresprognose gestrichen hatte. Die Aktien rückten um 0,53 Prozent auf 17,20 Dollar vor.

Die Anteilsscheine von General Electric (GE) büßten dagegen 10,76 Prozent auf 12,03 Dollar ein. Der Mischkonzern hatte im Schlussquartal merklich unter der Wirtschaftskrise gelitten und rechnet mit einem sehr schwierigen Jahr 2009. GE gilt aufgrund seiner Aktivitäten in unterschiedlichen Branchen als Indikator für die gesamte US-Wirtschaft.

In der US-Pharmaindustrie bahnt sich womöglich eine Mega-Übernahme an: Branchenprimus Pfizer will Kreisen zufolge den Konkurrenten Wyeth kaufen. Die Übernahme für womöglich mehr als 60 Mrd. Dollar (47 Mrd Euro) wäre die größte auf dem globalen Pharmamarkt seit Jahren. Ein erfolgreicher Abschluss der Gespräche sei aber unsicher, hieß es am Freitag in den Kreisen. Während die Pfizer-Titel um 1,39 Prozent auf 17,45 Dollar zulegten, sprangen Wyeth um 12,64 Prozent auf 43,74 Dollar nach oben.

Finanzwerte zählten endlich einmal wieder zu den Favoriten: Citigroup, Bank of America und JPMorgan stiegen zwischen fünf und zwölf Prozent. Unter den Ölwerten gewannen Chevron 1,24 Prozent auf 70,82 Dollar und Schlumberger sogar 10,25 Prozent auf 41,09 Dollar. Der weltgrößte Ölservice-Dienstleister hatte zwar rückläufige Quartalsgewinne ausgewiesen, doch Investoren gingen davon aus, dass der Konzern gut durch die Krise kommen werde, hieß es am Markt.

Der Kurs des Euro stieg am Abend wieder bis knapp unter die Marke von 1,30 Dollar. Richtungsweisende zehnjährige US-Staatsanleihen gaben um 1/32 Punkte auf 109 27/32 Punkte nach. Ihre Rendite betrug 2,603 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren sanken den fünften Handelstag in Folge deutlich. Investoren fürchteten den Einfluss neuer Schulden, mit denen die Rettungspakete für die Konjunktur finanziert würden, hieß es dazu am Markt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%