Marktbericht: Börse New York
Dow verliert Kampf gegen das Minus

Der Dow Jones sträubte sich hartnäckig gegen Verluste – und verlor doch. Insgesamt haben die US-Aktienmärkte am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Für schlechte Stimmung an der Wall Street sorgte vor allem der Airbus-Rivale Boeing.

HB NEW YORK. Die US-Aktienmärkte haben am Dienstag uneinheitlich tendiert. Vor allem der Airbus-Rivale Boeing sorgte an der Wall Street für schlechte Stimmung, weil er den Erstflug seines Prestigeobjekts 787 erneut verschob. Die Boeing-Aktie begab sich auf Sinkflug und lastete auf dem Dow. Der S&P profitierte davon, dass Anleger nach den herben Verlusten vom Montag auf Schnäppchenjagd gingen. Gefragt waren Finanz- und Energietitel. Nachrichten vom Immobilienmarkt schürten aber Sorgen, dass die erhoffte Konjunkturerholung nur langsam in Gang kommt.

Der Dow-Jones-Index pendelte im Handelsverlauf zwischen einem Hoch von 8 370 und einem Tief von 8 286 Punkten. Er verließ den Handel 0,2 Prozent im Minus bei 8 322 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,2 Prozent auf 895 Stellen zu. Die Technologiebörse Nasdaq notierte 0,1 Prozent im Minus bei 1 764 Zählern.

Die jüngsten Nachrichten vom krisengeschüttelten US-Häusermarkt bestätigten die Befürchtungen vieler Börsianer, dass es nach der schweren Rezession nur langsam wieder aufwärtsgeht: Zwar wurden im Mai den zweiten Monat in Folge mehr bestehende Eigenheime verkauft, aber der Anstieg blieb hinter den Erwartungen zurück. Die Aktien des Baukonzerns KB Home legten dennoch gut ein Prozent zu.

„Die Immobiliendaten deuten darauf hin, dass wir die Talsohle erreichen“, sagte Subodh Kumar von Subodh Kumar & Associates. „Aber bis zu einer Erholung ist es noch ein weiter Weg.“ Der Markt konzentriere sich auf die Frage, wie schnell ein Aufschwung komme. Der Investment-Stratege ist da pessimistisch: „Ich glaube, es geht nicht so schnell, wie die Leute denken.“

Am Dienstag straften die Anleger vor allem Boeing für die erneute Verspätung beim Superjumbo 787 ab. Eigentlich sollte der „Dreamliner“ im Juni zu seinem Jungfernflug abheben, doch nun soll ein neuer Zeitplan erst in ein paar Wochen vorliegen. Die Papiere fielen 6,5 Prozent auf 43,87 Dollar. Die Titel der Chemiefirma Huntsman gaben 1,5 Prozent nach. Der Milliardenprozess gegen die Deutsche Bank und Credit Suisse ist mit einem Vergleich beigelegt worden.

Gefragt war dagegen Bank of America, die ein Aktientauschangebot ankündigte. Die Titel der Großbank legten 2,4 Prozent zu. Auch JPMorgan-Papiere stiegen gut zwei Prozent. Von Heraufstufungen profitierten die Kaffeehaus-Kette Starbucks und der mit der Deutschen Post rivalisierende Paketdienst FedEx. Starbucks-Papiere lagen 3,3 im Plus, die von Fedex 1,4 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,2 Mrd. Aktien den Besitzer. 1418 Werte legten zu, 1 577 gaben nach und 112 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 2,2 Mrd. Aktien 1 075 Titel im Plus, 1 574 im Minus und 136 unverändert.

Die zehnjährigen Staatsanleihen legten im späten Handel auf 95-23/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 3,6422 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gewannen auf 97-29/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,3760 Prozent.

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