Marktbericht: Börse New York
Fed gibt US-Börsen Auftrieb

Die US-Aktienmärkte haben nach der Fed-Entscheidung am Mittwoch fester geschlossen. Für Auftrieb sorgte vor allem die Erklärung der US-Notenbank, erstmals seit vier Jahrzehnten langlaufende Staatsanleihen im großen Stil aufzukaufen. Insbesondere bei den Technologiewerten sorgte IBM für feste Kurse.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 1,2 Prozent bei 7486 Punkten, nachdem er zwischen 7257 und 7571 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss 2,1 Prozent höher bei 794 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann knapp zwei Prozent und ging mit 1491 Punkten aus dem Handel. In Frankfurt schloss der Dax leicht im Plus bei 3996 Punkten.

Die US-Notenbank greift im Kampf gegen die Rezession zu einer ihrer schärfsten Waffen und will in den kommenden Monaten Staatsanleihen ankaufen: Um zusätzliche Mrd. in die Wirtschaft zu pumpen, sollen deshalb langlaufende Staatspapiere in einem Volumen von bis zu 300 Mrd. Dollar gekauft werden. Den Leitzins beließ die Fed erwartungsgemäß beim bisherigen Zielband zwischen null und 0,25 Prozent.

Für positive Stimmung am Markt sorgten auch die Nachrichten über IBM. Der weltgrößte IT-Dienstleister verhandelt Kreisen zufolge über den Kauf des Server-Herstellers Sun Microsystems. Das "Wall Street Journal" berichtete, der Preis belaufe sich auf mindestens 6,5 Mrd. Dollar in bar. Inmitten der Rezession sind Übernahmen auch in der Computerbranche rar geworden.

Händler werteten die Nachricht als gutes Zeichen. Sun-Aktien gewannen knapp 79 Prozent an Wert. Dagegen verloren die Anteilsscheine von IBM ein Prozent. Die Papiere des Rivalen HP gaben ebenfalls 2,6 Prozent nach. Die Aktie des Energiekonzerns Exxon Mobil schloss 0,1 Prozent höher, nachdem sie wegen der schwächeren US-Ölpreise tiefer in den Handel gestartet war.

An der Wall Street war auch die Kritik von US-Präsident Barack Obama an den Bonuszahlungen des mit Staatsgeldern geretteten Versicherers AIG Gesprächsthema. Obama will vom strauchelnden Versicherer AIG Bonuszahlungen an Manager in Millionenhöhe zurückzuholen, bevor weitere Hilfsgelder fließen. AIG-Chef Edward Liddy verteidigte die Bonuszahlungen am Mittwoch. AIG-Aktien notierten knapp 44 Prozent höher. Die Citigroup-Papiere gewannen knapp ein Viertel an Wert.

Ebenfalls auf der Gewinnerseite waren die Ford-Aktien. Diese stiegen um 8,3 Prozent. Laut Marktkreisen plant der Autohersteller die Ausgabe einer Anleihe.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 2,08 Mrd. Aktien den Besitzer. 2494 Werte legten zu, 590 gaben nach und 76 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,77 Mrd. Aktien 1926 im Plus, 756 im Minus und 149 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 13/32 auf 102-03/32. Sie rentierten mit 2,508 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 17/32 auf 99-24/32 und hatten eine Rendite von 3,513 Prozent.

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