Marktbericht: Börse New York
Finanztitel drücken US-Börsen ins Minus

Nach anfänglichen Gewinnen haben die US-Börsen mit einem leichten Minus geschlossen. Zunächst schien es, als würde der Markt von einem Rückgang beim Ölpreis profitieren, dann belastete er aber die Energiewerte. Darüber hinaus trennten sich Anleger abermals im Zuge der Kreditkrise von Finanztiteln – allen voran von zwei Hypothekenfinanzierern.

HB NEW YORK. Hoffnungen auf eine neue Runde im milliardenschweren Übernahmepoker zwischen Microsoft und Yahoo reichten angesichts dieser Gemengelage nicht aus, nachhaltig für gute Stimmung auf dem Parkett zu sorgen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel 0,5 Prozent im Minus bei 11 231 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 11 120 und 11 399 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,84 Prozent auf 1 252 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag 0,09 Prozent tiefer bei 2 243 Punkten. Fannie Mae und Freddie Mac gerieten erheblich unter Druck wegen Sorgen, die beiden gebeutelten Unternehmen könnten angesichts hoher Verluste noch mehr Kapital benötigen. Fannie-Aktien rutschten 16,2 Prozent in den Keller, mit den Freddie-Anteilscheinen ging es fast 18 Prozent bergab.

Zum Verkauf von Finanzaktien sahen sich Investoren aber auch veranlasst, weil US-Notenbank-Mitglied Janet Yellen klar machte, in den Sektor müsse mehr Kapital fließen. Die Aktien von Lehman Brothers verbilligten sich um 8,8 Prozent, Citigroup-Papiere gaben 2,5 Prozent nach. Auch Energieaktien standen auf dem Verkaufszettel, etwa die Anteilscheine des Börsenschwergewichts Exxon Mobil, die sich um 1,5 Prozent verbilligten. Grund war der deutliche Rückgang beim Ölpreis. Ein Barrel US-Leichtöl kostete zum Handelschluss in New York 141,81 Dollar. In der Vorwoche war der Preis noch auf ein Rekordhoch von über 145 Dollar gestiegen. Anfänglich hatte der Rückgang noch für Erleichterung gesorgt und damit die Wall Street ins Plus gehoben.

Immerhin Yahoo-Aktien stießen auf Begeisterung. Die Titel legten fast zwölf Prozent zu, nachdem bekannt wurde, dass Microsoft im Falle eines Führungswechsels bei Yahoo immer noch an einer Übernahme des Internetkonzerns interessiert ist. Microsoft-Aktien legten 0,19 Prozent zu.

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