Marktbericht: Börse New York
Finanzwerte legen deutlich zu

Ermutigende Daten vom Arbeitsmarkt haben den US-Aktienbörsen am Donnerstag Gewinne beschert. Vor allem der Rückgang bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe trug zur guten Stimmung an der Wall Street bei. Besonders zulegen konnten Finanztitel. Die Aktien von Wind River reagierten mit einem Kursprung auf eine Intel-Offerte. Nur Einzelhandelsdaten trübten die Stimmung etwas.

HB NEW YORK. Auch Bankentitel stützten den Markt. Die Aktien von JP Morgan lagen nach einer Heraufstufung vier Prozent höher, die des Branchenprimus Bank of America gewannen sogar fast sechs Prozent.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,9 Prozent im Plus bei 8750 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er dabei zwischen 8634 und 8751 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 1,1 Prozent auf 942 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,3 Prozent auf 1850 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 0,2 Prozent im Plus bei 5064 Punkten.

In der Woche zum 30. Mai stellten 621 000 Personen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe nach 625 000 in der Vorwoche. Positiv wurden auch die Daten zur Produktivität der US-Wirtschaft aufgenommen, die im ersten Quartal stärker stieg als prognostiziert. Weniger gut kamen indes die Umsatzzahlen der Einzelhändler an. Im Mai verkauften 63 Prozent der Händler flächenbereinigt weniger Produkte. Die Aktien von Wal-Mart gaben zunächst nach, schlossen dann aber nahezu unverändert. Die Anteilsscheine von Costco verloren 1,2 Prozent, nachdem das Unternehmen für Mai einen flächenbereinigten Umsatzrückgang um sieben Prozent bekanntgegeben hatte.

Intel-Papiere notierten 1,2 Prozent im Minus. Der weltgrößte Chiphersteller teilte mit, den Softwarekonzern Wind River Systems für rund 884 Mio. Dollar kaufen zu wollen. Pro Aktie bietet Intel 11,50 Dollar. Die Papiere von Wind River schossen um 47 Prozent auf 11,76 Dollar in die Höhe.

Die Aktien des Ölgiganten Exxon rückten um 1,3 Prozent vor. Händler verwiesen auf einen Kommentar von Goldman Sachs. Die Bank hat darin ihr Preisziel für Öl am Jahresende auf 85 Dollar von 65 Dollar heraufgesetzt. Der Ölpreis kletterte um fast vier Prozent auf 68,71 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,36 Mrd. Aktien den Besitzer. 2343 Werte legten zu, 674 gaben nach und 100 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,44 Mrd. Aktien 1921 im Plus, 743 im Minus und 137 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen 95-09/32. Sie rentierten mit 3,696 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken auf 94-28/32 und hatten eine Rendite von 4,566 Prozent.

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