Marktbericht: Börse New York
Gewinnmitnahmen bremsen US-Börsen

Die Wall Street hat am Montag ein uneinheitliches Bild abgegeben. Zunächst schien der Dow Jones magisch von der 10 000-Punkte-Marke angezogen zu werden, doch dann folgten handfeste Gewinnmitnahmen. Zwei Faktoren beherrschten den Handel: der Dollarkurs und die Vorfreude auf die anstehenden Unternehmensergebnisse.

HB NEW YORK. Vorfreude auf die anstehenden Unternehmensergebnisse gefolgt von handfesten Gewinnmitnahmen haben den US-Börsen zum Wochenauftakt ein uneinheitliches Bild beschert. Zwar ließen die Hoffnung auf eine starke Berichtssaison und die Folgen eines schwachen Dollars die Kurse am Montag zunächst deutlich steigen. Allerdings zeigten sich die Händler im weiteren Verlauf vorsichtiger. Der Handel blieb wegen des Feiertags Columbus Day dünn.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent im Plus bei 9 885 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 9 849 und 9 931 Punkten - einige Händler sprachen zwischenzeitlich von einer „magischen Anziehungskraft“ der 10 000-Punkte-Schwelle. Der breiter gefasste S&P-500 stieg 0,4 Prozent auf 1 076 Zähler und erreicht damit den höchsten Schlusskurs seit Jahresbeginn. Der Index der Technologiebörse Nasdaq blieb dagegen mit 2 139 Punkten praktisch unverändert.

Zwei positive Faktoren beherrschten den Handelsverlauf: Der Dollarkurs und die Erwartung erfreulicher Quartalszahlen. Von dem schwachen Greenback und steigenden Rohstoffpreisen profitierten etwa die Titel von Freeport-McMoran Copper & Gold mit einem Plus von 0,2 Prozent. Aktien von ConocoPhilips kletterten wegen des Preisanstiegs beim Öl um 1,1 Prozent. Auch Exxon Mobil stieg um 1,2 Prozent. Ein Barrel Öl kostete mehr als 73 Dollar, getrieben von der Erwartung einer wirtschaftlichen Erholung.

Börsianern zufolge wird das Wohl und Wehe der Wall Street in dieser Woche allerdings von der Berichtssaison geprägt. Mehrere Schwergewichte des Dows und einige der größten Banken legen ihre Quartalszahlen vor. Die Aktien von Google stiegen um 1,5 Prozent, nachdem mehrere Experten ihre Prognose für den Internetkonzern erhöhten. Auch die Quartalszahlen von Intel, Johnson & Johnson, JP Morgan, Goldman Sachs, IBM, Bank of America und General Electric werden in den kommenden Tagen erwartet.

Allerdings war der späte Handel von Gewinnmitnahmen geprägt. „Sie sehen hier, wie sich die Vorsicht durchsetzt“, sagte Michael James von Wedbush Morgen. Es gebe die Sorge, dass die Kurse nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen wieder fallen könnten.

Am Ende des Tages gehörte zu den deutlichen Gewinnern die Beteiligungsgesellschaft Blackstone. Deren Aktien legten um 8,3 Prozent zu, nachdem bekanntgeworden war, dass der Konzern bis zu acht seiner Firmen an die Börse bringen will. Händler werteten dies als weiteren Beleg für die Normalisierung an den Finanzmärkten. Auch die Titel des Elektrowerkzeugherstellers Black & Decker gewannen 7,6 Prozent, weil die Firma ihre Gewinnziele für das dritte Quartal anhob.

Dagegen fielen KB Home um 7,8 Prozent, nachdem der Hausbauer Ermittlungen der Börsenaufsicht SEC zu seinem Unternehmen einräumen musste. Die Titel von Digital River stürzten gar um fast 35 Prozent ab, weil Großkunde Symantec einen Vertrag nicht verlängerte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 950 Mio. Aktien den Besitzer. 1 640 Werte legten zu, 1 352 gaben nach und 98 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,78 Mrd. Aktien 1 221 im Plus, 1 438 im Minus und 116 unverändert.

Die US-Kreditmärkte blieben wegen des Feiertags geschlossen.

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