Marktbericht: Börse New York
Indizes schließen auf Sechs-Wochen-Tief

Abermals belasten Sorgen um den angeschlagenen Finanzsektor der USA die US-Börsen in New York. Die Anleger fürchteten angesichts des Rekordverlustes bei der Deutschen Bank, dass es auch um die US-Institute weiter schlecht steht. Auch enttäuschende Daten des US-Einzelhandelns sorgen für Nervosität. Alle drei Indizes schlossen auf einem Sechs-Wochen-Tief.

HB NEW YORK. Spekulationen über einen riesigen Kapitalbedarf bei Europas größter Bank HSBC zerrten zusätzlich an den Nerven der Aktionäre. Zur trüben Stimmung trugen auch schwache Daten vom Einzelhandel bei: Die US-Verbraucher gaben im Weihnachtsgeschäft wegen der Rezession deutlich weniger Geld aus, was die Firmengewinne weiter schmälern dürfte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss den sechsten Tag in Folge mit Verlusten und beendete ihn 2,9 Prozent tiefer bei 8200 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 8140 und 8446 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rutschte 3,4 Prozent auf 842 Zähler ab, der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 3,7 Prozent auf 1489 Stellen. In Frankfurt fiel der Dax - schockiert von den Deutsche-Bank-Zahlen - ebenfalls den sechsten Tag in Folge und ging 4,6 Prozent tiefer bei 4422 Punkten aus dem Handel.

Nach den Nachrichten aus Europa führten Bankenwerte die Liste der Verlierer an. Im Zentrum der Aufmerksamkeit standen erneut die Titel der Citigroup, die ihre spektakuläre Talfahrt mit einem Minus von 23,2 Prozent fortsetzten. Wie Reuters erfuhr, stehen bei dem ehemals weltgrößten Institut nach der Ausgliederung seines Broker-Geschäftes weitere Verkäufe an, die faktisch auf eine Aufspaltung der Citigroup hinauslaufen würden. Experten gingen davon aus, dass das Geldhaus am Freitag erneute Verluste in Milliardenhöhe vermelden wird und daher dringend frisches Kapital benötigt. Die Titel von Morgan Stanley, die das Citi-Brokergeschäft schrittweise übernimmt, fielen um 8,9 Prozent.

"Da draußen herrscht schrecklich viel Unsicherheit über die Wucht des Wirtschaftsabschwungs und über die Frage, ob es eine zweite Runde von Abschreibungen geben wird", sagte Lincoln Anderson von LPL Financial.

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