Marktbericht: Börse New York
Konjunktursorgen drücken Dow

Die US-Börsen haben am Dienstag uneinheitlich tendiert. Auf Dow und S&P lasteten enttäuschende Daten zum Verbrauchervertrauen. Biotechwerte stützen dagegen die Kurse an der Technologiebörse Nasdaq. Auch Rohöl geriet wegen schwachen Konsumklimas unter Druck. Die Aktien des Büroausstatters Office Depot brachen nach Quartalszahlen um fast 20 Prozent ein.

HB NEW YORK. Biotechnologiewerte stützten die Nasdaq, während Dow Jones und S&P unter schwachen Geschäftszahlen und einem überraschend schlechten Konsumklima litten. So wurden Sorgen der Anleger neu angefacht, dass die ersehnte Erholung nicht richtig in Gang kommt. Die trübe Stimmung der Verbraucher lastete auch auf dem Ölpreis. Enttäuscht zeigten sich die Anleger von den Zahlen des Büroausstatters Office Depot, der in der Krise unter der Kaufzurückhaltung von Geschäftskunden leidet. Die Aktien verbilligten sich zeitweise um ein Fünftel.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 9124 und einem Tief von 9007 Zählern. Er verließ den Handel 0,1 Prozent im Minus bei 9096 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,3 Prozent auf 979 Stellen nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann dagegen 0,4 Prozent auf 1975 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 1,46 Prozent leichter bei 5174 Punkten.

Seit Anfang März haben die US-Aktienmärkte deutlich an Boden gewonnen. Doch für einen weiteren deutlichen Aufwärtstrend warten die Anleger zunächst auf neue Hinweise, dass die Konjunkturerholung wirklich vorankommt. Im Blick stand deshalb am Dienstag das Konsumklima, das sich im Juli unerwartet stark eingetrübt hat.

Das Verbrauchervertrauen sei der große Negativfaktor, sagte Thomas Nyheim von Christiana Bank & Trust. Die Zahlen setzten dem Markt zu. Dieser habe schließlich in den vergangenen zwei Monaten eine ziemliche Rally erlebt. "Jetzt macht sich aber die Erwartung breit, dass er eine Pause einlegt."

An der Nasdaq erfreute der Biotechnologiekonzern Amgen einen Tag nach seinen positiven Quartalszahlen die Anleger. Amgen-Papiere legten 2,7 Prozent zu. Dagegen enttäuschte Office Depot mit einem unerwartet hohen Quartalsverlust. Die Investoren straften die Büromarkt-Kette ab: Die Aktien brachen 18,1 Prozent auf 4,38 Dollar ein. Auch U.S. Steel musste Federn lassen, weil sich der Konzern nach dem zweiten Quartalsverlust in Folge auch für das dritte Quartal auf rote Zahlen einstellt. U.S. Steel verloren gut zwei Prozent.

Ein Rückgang beim Ölpreis lastete auf Energiekonzernen wie Exxon, der 1,2 Prozent nachgab. US-Rohöl verbilligte sich um 1,8 Prozent auf 67,18 Dollar je Barrel.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,2 Mrd. Aktien den Besitzer. 1441 Werte legten zu, 1555 gaben nach und 135 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,2 Mrd. Aktien 1435 Titel im Plus, 1198 im Minus und 141 unverändert. Die zehnjährigen Staatsanleihen legten im späten Handel auf 95-13/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 3,69 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gewannen auf 95-07/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,54 Prozent.

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