Marktbericht: Börse New York
Konsumklima macht US-Börsen zu schaffen

Ende einer Berg- und Talfahrt: Aufgrund durchwachsener Konjunkturdaten haben die US-Börsen letztlich im Minus geschlossen. Vor allem das unerwartet schlechte Konsumklima im September belastete die Kurse. Immerhin verhinderten positive Signale vom US-Häusermarkt, dass es weiter abwärts ging.

HB NEW YORK. Durchwachsene Konjunkturdaten haben die US-Börsen am Dienstag ins Minus gedrückt. Vor allem ein unerwartet schlechtes Konsumklima im September belastete die Kurse. Der Index für das Vertrauen der US-Verbraucher sank nach Angaben des Forschungsinstituts Conference Board überraschend auf 53,1 von revidiert 54,5 Punkten im August. Experten hatten mit einem Anstieg auf 57,0 Punkte gerechnet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent tiefer bei 9 742 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er dabei zwischen 9 739 und 9 834 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,2 Prozent auf 1 060 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,3 Prozent und ging mit 2 124 Punkten aus dem Handel.

An der Wall Street gab es nach den Kursgewinnen vom Vortag eine Berg- und Talfahrt. Gestützt wurden die Indizes zunächst von besser als erwartet ausgefallenen Daten vom US-Häusermarkt. Die Preise für Wohnimmobilien in ausgewählten Ballungsgebieten stiegen im Juli den dritten Monat in Folge. Einfamilienhäuser in den 20 größten Städten kosteten 1,6 Prozent mehr als im Juni, wie aus dem Index von Standard & Poor's hervorging.

Im Handelsverlauf stoppten die Daten zum Konsumklima den Aufwärtstrend. Den Angaben zufolge bereitet vor allem der Arbeitsmarkt den Amerikanern zunehmend Sorgen. Nur noch 3,4 Prozent der Verbraucher gehen davon aus, dass es reichlich Jobs gibt - so wenige wie seit 26 Jahren nicht mehr. Die Stimmung der Konsumenten gilt als zentraler Indikator für die Konsumausgaben, die etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen.

Auf Unternehmensseite notierten die Aktien von 3M und Cisco nach den Vortagesgewinnen jeweils rund 1,3 Prozent tiefer. Zu den Gewinnern mit einem Aufschlag von 9,2 Prozent gehörten indes die Papiere der größten US-Drogeriekette Walgreen, die mit ihren Quartalszahlen die Erwartungen der Anleger übertroffen hatte.

Unter Druck gerieten nach einem Rückgang des Ölpreises Energietitel. Das Fass US-Öl verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 66,64 Dollar. Die Aktien des Börsenschwergewichts Exxon Mobil gaben 0,8 Prozent nach.

Die Titel des Mittelstandfinanzierers CIT schossen über 30 Prozent in die Höhe. Einem Bericht der „New York Post“ zufolge erwägt der Hedge-Fonds-Manager John Paulson eine Fusion des angeschlagenen Instituts mit dem zusammengebrochenen Baufinanzierer IndyMac.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,18 Mrd. Aktien den Besitzer. 1 437 Werte legten zu, 1 552 gaben nach und 130 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,05 Mrd. Aktien 1 111 im Plus, 1 568 im Minus und 129 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen auf 102-24/32. Sie rentierten mit 3,2961 Prozent. Die 30-jährigen Bonds notierten unverändert bei 108-06/32 und hatten eine Rendite von 4,0287 Prozent.

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