Marktbericht: Börse New York
Rohstoffe und Bankenwerte stützen US-Börsen

Die US-Aktienmärkte haben am Dienstag fester geschlossen. Ein schwächerer Dollar stützte die Rohstoffpreise, vor allem Energie- und Finanztitel waren gefragt. Insgesamt verhielten sich die Anleger vor dem Fed-Treffen und dem G20-Gipfel eher abwartend.

HB NEW YORK. Konjunkturoptimismus hat den US-Börsen am Dienstag Gewinne beschert. Anleger setzten vor der am Mittwoch erwarteten Fed-Erklärung darauf, dass die US-Notenbank ihre Krisenpolitik beibehält und so der Wirtschaftserholung weiter auf die Sprünge hilft. Von dieser Einschätzung profitierten vor allem Finanz-, Technologie- und Industriewerte. Der schwächere Dollar gab Rohstoffpreisen Auftrieb, wovon wiederum die Aktien von Ölfirmen profitierten. Positive Impulse bekamen die Börsen auch von einer Auktion zweijähriger Anleihen, die auf rege Nachfrage stieß.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 9843 und einem Tief von 9771 Punkten. Er ging 0,5 Prozent höher bei 9829 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,7 Prozent zu und notierte bei 1071 Zählern. Die Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,4 Prozent auf 2146 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 0,7 Prozent höher bei 5709 Punkten.

Die US-Währung notierte zum Euro auf dem tiefsten Stand seit einem Jahr. Die Dollar-Schwäche erhöhte Händlern zufolge die Risikobereitschaft bei Rohstoffen: Ein Fass US-Leichtöl wurde mit einem Aufschlag von 2,7 Prozent bei 71,50 Dollar gehandelt. Die Aktien des Ölriesen Exxon Mobil stiegen um 0,4 Prozent, die Papiere des Rivalen Chevron um 0,8 Prozent. Auch Gold und Industriemetalle legten zu, was U.S. Steel zusammen mit einer Heraufstufung zu einem Kursplus von 4,6 Prozent verhalf.

Vor der Fed-Sitzung schöpften die Anleger verstärkt Hoffnung, dass das Schlimmste der Wirtschaftskrise überstanden sei. Der Offenmarktausschuss (FOMC) der Fed trat am Dienstag zusammen und sollte am Mittwoch seine turnusgemäße Entscheidung über den weiteren geldpolitischen Kurs bekanntgeben. "Wir erwarten keine Zinsänderung", sagte Joe Kinahan von der Ameritrade-Tochter thinkorswim. Aber es gebe doch noch eine gewisse Nervosität wegen der Erklärung zum Stand der Wirtschaft.

Zu den Verlierern gehörten die Aktien von Dell, die sich um 1,8 Prozent verbilligten. Credit Suisse stufte die Anteilsscheine des Computerkonzerns auf "neutral" herunter. Am Vortag hatte Dell die Übernahme des IT Perot Systems-Dienstleisters für knapp vier Mrd. Dollar bekanntgegeben.

Die Anteilsscheine der Citigroup verteuerten sich um knapp fünf Prozent. Der Investmentfonds der Regierung von Singapur teilte mit, seinen Anteil an der US-Großbank auf unter fünf Prozent reduziert zu haben. Aktien von Bank of America gewannen nach einer Heraufstufung von Analysten gut zwei Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,3 Mrd. Aktien den Besitzer. 2168 Werte legten zu, 873 gaben nach und 86 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,5 Mrd. Aktien 1526 Titel im Plus, 1155 im Minus und 112 unverändert. Die zehnjährigen Staatsanleihen legten im späten Handel auf 101-15/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 3,45 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gewannen auf 105-03/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,2 Prozent.

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