Marktbericht: Börse New York
Schnäppchenjäger treiben Dow in kräftiges Plus

Hektischer Handel an der Wall Street: Nach den kräftigen Verlusten vom Vortag, hat der Dow-Jones-Index fast sieben Prozent im Plus geschlossen. Dabei hatte er im Tagesverlauf zwischenzeitlich die Grenze von 8 000 Punkten unterschritten. Auch der Ölpreis legte stark zu. Die Deutsche Bank verkauft unterdessen mehrere Millionen eigene Aktien.

pk/HB NEW YORK/FRANKFURT. Eine Schnäppchenjagd im späten Handel hat den US-Börsen am Donnerstag zu kräftigen Gewinnen verholfen. In einer turbulenten Sitzung deckten sich Anleger gegen Ende vor allem mit Aktien von Unternehmen ein, die zuletzt schwere Abschläge hinnehmen mussten. Dadurch machten die führenden Indizes ihres zeitweilig kräftigen Verluste mehr als wett. Energietitel profitierten von einem Anstieg des Ölpreises und führten die Kurserholung an. Zuvor hatten enttäuschende Arbeitsmarktdaten und eine Umsatzwarnung des weltgrößten Chipherstellers Intel den Markt belastet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 6,7 Prozent fester bei 8835 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf kurzzeitig unter die psychologisch wichtige Marke von 8000 Zählern gefallen war. Er pendelte zwischen 8876 und 7965 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 6,9 Prozent auf 911 Punkten und erholte sich damit von seinem vorübergehenden Absturz auf den tiefsten Stand seit März 2003. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 6,5 Prozent auf 1596 Zähler. Der Dax hatte in Frankfurt 0,6 Prozent im Plus bei 4649 Punkte geschlossen.

Eine Umsatzwarnung des weltgrößten Chipherstellers Intel und schlechte Nachrichten vom Arbeitsmarkt hatten zunächst die Furcht vor einer massiven Konjunkturabkühlung geschürt und die Kurse in den Keller gedrückt. Anleger nutzten dann die niedrigen Kurse aber zum Wiedereinstieg. Dabei beflügelte vor allem ein Anstieg des Ölpreises von mehr als drei Prozent auf gut 59 Dollar je Fass die Energiekonzerne. Die Papiere des Ölmultis Chevron schossen 12,5 Prozent in die Höhe. Die Aktien des Rivalen Exxon Mobil kletterten um 9,4 Prozent.

Auch die Techwerte, die zunächst im Zuge des pessimistischen Intel-Ausblicks kräftig Federn lassen mussten, erholten sich. Intel-Papiere gewannen 6,7 Prozent, obwohl der Chipgigant am Vorabend wegen einer weltweit flauen Nachfrage seine Umsatzerwartungen für das vierte Quartal deutlich heruntergeschraubt und damit neue Konjunktursorgen ausgelöst hatte. Auch die Papiere des Computer-Konzerns Hewlett-Packard drehten ins Plus und verteuerten sich um 1,8 Prozent. Die Titel des IT-Riesen IBM legten 5,6 Prozent zu.

Gemischter zeigte sich das Bild bei den Finanzwerten. Das vor der Umwandlung in eine Geschäftsbank stehende Kreditkartenunternehmen American Express konnte mit einem Aufschlag von 3,6 Prozent ebenfalls von dem Umschwung profitieren, nachdem es zunächst einen Kursrückgang von rund zehn Prozent erlebt hatte. Die US-Großbank Citigroup blieb dagegen mit knapp zwei Prozent im Minus.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,99 Mrd. Aktien den Besitzer. 2311 Werte legten zu, 805 gaben nach und 50 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 3,01 Mrd. Aktien 2006 im Plus, 771 im Minus und 120 unverändert.

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