Marktbericht: Börse New York: Später Neujahrskater an der Wall Street

Marktbericht: Börse New York
Später Neujahrskater an der Wall Street

Der Optimismus an den US-Börsen ist verflogen: Die US-Aktienmärkte haben mit den stärksten Verlusten seit mehr als einem Monat geschlossen. Besonders die Umsatzwarnung des Technologieschwergewichts Intel sowie der kräftige Ölpreisrückgang, der die Aktien der Energieunternehmen belastete, stießen den Anlegern übel auf. Doch das waren nicht die einzigen schlechten Nachrichten.

HB NEW YORK. Zudem drückten die Probleme beim Aluminiumhersteller Alcoa und trübe Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt die Stimmung der Anleger. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Minus von 2,7 Prozent bei 8 769 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 8 719 und 8 996 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 906 Punkten, drei Prozent schwächer. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 3,2 Prozent auf 1 599 Punkte.

Der Chiphersteller Intel schraubte seine Umsatzerwartung für das vierte Quartal erneut herunter: Der US-Konzern rechnet nun mit einem Einbruch von 23 Prozent zum Vorjahr auf rund 8,2 Mrd. Dollar. Grund sei eine schwächere PC-Nachfrage. Intel-Aktien verloren gut sechs Prozent.

Die Aktien von Chevron und ExxonMobil fielen um 4,4 beziehungsweise 2,6 Prozent, da der Ölmarkt die größten Verluste innerhalb eines Handelstages seit September 2001 verzeichnete. Nach dem überraschenden Anstieg der US-Lagerdaten brach der Preis für US-Leichtöl um etwa zwölf Prozent auf 42,70 Dollar je Barrel (159 Liter) ein.

Auch die Anteilscheine von Alcoa gerieten massiv unter Druck, nachdem der größte US-Aluminiumkonzern die Streichung von mehr als 15 000 seiner insgesamt gut 100 000 Arbeitsplätze angekündigt hat. Zudem will Alcoa seine Investitionen halbieren, die Produktion drosseln und sich von Geschäftsteilen trennen. Die Aktie brach um 10,2 Prozent ein.

Die Papiere von Time Warner rutschten 6,3 Prozent ab, nachdem der Medienkonzern bekanntgegeben hatte, mit Abschreibungen von 25 Mrd. Dollar und einem Nettoverlust im vierten Quartal zu rechnen.

Die Stimmung an der Wall Street wurde zusätzlich durch eine Erhebung der privaten Arbeitsagentur ADP belastet, wonach die Zahl der Jobs in der Privatwirtschaft im Dezember um 693 000 Stellen abnahm. Das ist der größte Rückgang am Arbeitsmarkt seit Beginn der Daten im Jahr 2001.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,24 Mrd. Aktien den Besitzer. 622 Werte legten zu, 2 490 gaben nach und 57 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,06 Mrd. Aktien 713 im Plus, 2027 im Minus und 111 unverändert.

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