Marktbericht: Börse New York
Übernahmen beflügeln US-Börsen

Nach drei Handelstagen mit Verlusten ging es am Montag wieder aufwärts für die US-Börsen. Im Fokus der Anleger stehen dabei vor allem mehrere milliardenschwere Übernahmen. Alle drei wichtigen US-Indizes schlossen deutlich im Plus.

HB NEW YORK. Nach drei Handelstagen mit Verlusten haben die US-Börsen am Montag wieder Gewinne verbucht. Mehrere Unternehmen gaben Milliardenübernahmen bekannt und schürten damit bei den Anlegern die Hoffnung auf steigende Kurse. Der Dow-Jones-Index schloss 1,3 Prozent höher bei 9789 Punkten, nachdem er im Verlauf zwischen 9663 und 9823 Punkten gependelt hatte. Der breiter gefasste S&P-500 legte 1,8 Prozent auf 1062 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,9 Prozent auf 2130 Punkte. In Frankfurt trieb die Hoffnung auf bessere Zeiten für die Wirtschaft nach dem Wahlsieg von CDU und FDP den Dax in die Höhe: Zu Handelsschluss stand ein Plus von 2,8 Prozent auf 5736 Zähler auf der Kurstafel.

"Wöchentliche Ankündigungen von Fusionen und Übernahmen werden wieder zur Routine. Das ist eine positive Entwicklung", sagte Analyst Peter Cardillo. So kündigte der Druckerhersteller Xerox an, für 6,4 Mrd. Dollar den Outsourcing-Dienstleister Affiliated Computer Services zu übernehmen. Xerox-Aktien brachen 14,5 Prozent ein, während sich ACS-Papiere um 14 Prozent verteuerten. Der Technologie-Sektor werde von einer wirtschaftlichen Erholung mit als erstes profitieren, sagte Peter Kenny von Knight Equity Markets. "Die Tatsache, dass diese Deals im Tech-Sektor stattfinden, ist ein weiteres Teil des Erholungs-Puzzles."

Die Aktien von Dow Chemical rückten knapp fünf Prozent vor. Die US-Kartellbehörde FTC gab grünes Licht für den Verkauf des Salzproduzenten Morton an den Kasseler Düngemittelhersteller K+S für knapp 1,7 Mrd. Dollar.Es war die letzte Behörde, die dem Verkauf der Dow-Chemical-Tochter noch zustimmen musste.

Die Papiere des Pharmakonzerns Abbott Laboratories profitierten ebenfalls von einer Übernahmeankündigung. Der belgische Chemie- und Pharmakonzern Solvay verkauft sein Arzneimittelgeschäft für 6,6 Mrd. Dollar an Abbott. Abbott-Aktien legten 2,6 Prozent zu.

Die Aktien von Johnson & Johnson stiegen um 1,1 Prozent. Die niederländische Biotechnologie-Firma Crucell teilte mit, dass Johnson & Johnson einen Anteil von 18 Prozent gekauft habe. Dies sei Teil eines Programms zur Entwicklung von Grippe-Impfstoffen. Bei den Anlegern von Crucell schürte dies jedoch Sorgen, dass eine vermutete Übernahme Crucells nun doch nicht stattfindet: Die an der Nasdaq gelisteten Crucell-Aktien gaben 6,6 Prozent nach. Crucell hatte einst mit dem US-Pharmakonzern Wyeth über einen Verkauf verhandelt. Die Gespräche wurden jedoch abgebrochen, nachdem Pfizer die Übernahme von Wyeth bekanntgegeben hatte.

Apple-Aktien gewannen 2,1 Prozent hinzu. Chinas zweitgrößter Mobilfunkanbieter China Unicom erklärte, Apples iPhone ab Oktober in China verkaufen zu wollen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,98 Mrd. Aktien den Besitzer. 2419 Werte legten zu, 607 gaben nach und 80 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,88 Mrd. Aktien 1987 im Plus, 662 im Minus und 117 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 9/32 und rentierten mit 3,29 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 1-2/32 und hatten eine Rendite von 4,03 Prozent.

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