Marktbericht Börse New York
US-Börsen folgen China ins Minus

Ein Kurseinbruch an der chinesischen Börse hat den Anlegern an den New Yorker Aktienmärkten die Kauflaune verdorben. Börsianer sorgten sich, dass die Konjunkturerholung in China womöglich noch auf sich warten lassen könnte. Vor allem Finanzwerte verbuchten Verluste. Der Ölpreis fiel am Montag auf unter 70 Dollar je Barrel.

HB NEW YORK. Der Leitindex in Shanghai war am Montag fast sieben Prozent auf den tiefsten Stand seit drei Monaten gefallen und beendete damit den August mit dem zweitstärksten Rückgang seit 15 Jahren. Auch der Ölmarkt fürchtete eine geringere Nachfrage aus Fernost. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl fiel unter die Schwelle von 70 Dollar. An der Wall Street drückte das vor allem Energiewerte ins Minus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 9496 Punkten aus dem Handel, nachdem er im Verlauf zwischen 9436 und 9543 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 schloss 0,8 Prozent tiefer bei 1020 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq beendete den Handel knapp ein Prozent im Minus bei 2009 Punkten. In Frankfurt schloss der Dax ein Prozent tiefer bei 5464 Punkten.

Der Preis für ein Fass US-Leichtöl fiel am Terminmarkt um 4,3 Prozent auf 69,64 Dollar. Das belastete unter anderem die Aktie des Energiekonzerns Exxon Mobil, die sich um 1,4 Prozent verbilligte. Die Aktien des Rivalen Chevron gingen mit einem Minus von 1,1 Prozent aus dem Handel.

Zu den Verlierern zählten auch Finanzwerte: AIG-Aktien fielen 9,8 Prozent, nachdem sie sich in der vergangenen Woche um mehr als 50 Prozent verteuert hatten. Die Analysten von Barron's empfahlen Anlegern von Citigroup-Aktien, Gewinne mitzunehmen. Die Titel der Bank gaben daraufhin um 4,4 Prozent nach.

Im Rampenlicht standen außerdem zwei Fusionen. Die Ölfeld-Service-Gesellschaft Baker Hughes teilte mit, den kleineren Konkurrenten BJ Services zu kaufen. Die Anleger fürchteten die hohen Kosten der Übernahme. Die Aktien von Baker Hughes verloren deshalb 9,6 Prozent, während das BJ-Papier 4,1 Prozent höher notierte.

Außerdem übernimmt Walt Disney den Comic-Konzern Marvel für vier Mrd. Dollar. Marvel-Aktien gewannen 25,2 Prozent, Disney-Titel hingegen büßten knapp drei Prozent ein. Die Aktien des Zeichentrick-Filmemachers DreamWorks Animation sprangen um 6,5 Prozent in die Höhe, weil Börsianer das Unternehmen plötzlich als möglichen Übernahmekandidaten handelten.

Der weltgrößte Haushaltsgeräte-Hersteller Whirlpool erwartet durch die Schließung einer Fabrik Kosten von 51 Mio. Dollar. Anlegern stießen deshalb die Aktie ab, das Whirlpool-Papier fiel 2,9 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,38 Mrd. Aktien den Besitzer. 795 Werte legten zu, 2205 gaben nach und 105 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,26 Mrd. Aktien 749 im Plus, 1938 im Minus und 105 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 11/32 auf 101-25/32. Sie rentierten mit 3,410 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 12/32 auf 105-12/32 und hatten eine Rendite von 4,183 Prozent.

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