Marktbericht: Börse New York
US-Börsen geben leicht nach

Aufwärts ging es an der Wall Street nicht, so richtig abwärts letztlich auch nicht. Die US-Märkte schlossen am Dienstag mit geringen Verlusten. Belastend wirkten sich besonders Gewinnmitnahmen aus, für Unruhe sorgten Spekulationen über weiteren Kapitalbedarf bei US-Großbanken.

HB NEW YORK. Gewinnmitnahmen und die Nervosität über den Ausgang der Stress-Tests für US-Banken haben am Dienstag die Kurse an der Wall Street belastet. Kreisen zufolge müssen sich rund die Hälfte aller überprüften US-Großbanken erneut frisches Geld beschaffen, um gegen mögliche eine weitere Verschlechterung der Wirtschaftslage gewappnet zu sein. Energietitel gerieten durch sinkende Ölpreise unter Druck.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer bei 8410 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er dabei zwischen 8362 und 8458 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,4 Prozent auf 903 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab um 0,5 Prozent auf 1754 Stellen nach. In Frankfurt schloss der Dax ein Prozent tiefer bei 4853 Punkten.

Zu den Verlierern zählten nach Gewinnmitnahmen Banken, Technologiewerte, Immobilienfirmen und Konsumartikel-Hersteller. Die Anteilsscheine dieser Firmen haben bislang zu den Gewinnern der zweimonatigen Kurserholung an der Wall Street gehört. Im Mittelpunkt standen am Dienstag aber vor allem wieder die Finanztitel. Kreisen zufolge wollten die Aufsichtsbehörden den 19 betroffenen Banken des Landes im Tagesverlauf die Ergebnisse ihrer Tests mitteilen. Öffentlich gemacht werden sollen sie am Donnerstag. Zehn Geldhäuser brauchen den Angaben zufolge frisches Geld. Fed-Chef Ben Bernanke äußerte sich aber zuversichtlich, dass die Institute ohne weitere staatliche Hilfe auskommen. Zugleich stellte er ein Ende der tiefen Rezession schon für 2009 in Aussicht. Die Aktien der Bank of America

und der Citigroup stiegen um je 4,4 Prozent. Papiere von Wells Fargo gaben um vier Prozent nach. In schwierigem Fahrwasser befanden sich wegen des billigeren Öls Energietitel. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) US-Leichtöl fiel unter 54 Dollar. Exxon-Titel gaben 0,7 Prozent nach, von Chevron 1,4 Prozent.

Für etwas Beruhigung sorgten Konjunkturdaten. Demnach haben die US-Dienstleister ihre Talfahrt im April abgebremst. Der Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) stieg auf 43,7 von 40,8 Zählern im März. Das ist der höchste Stand seit Oktober 2008.

Im Blickfeld der Anleger standen auch die Aktien von Kraft . Der Lebensmittelriese trotzte der Konsumflaute im ersten Quartal mit Preiserhöhungen und Kostensenkungen und steigerte damit seinen Gewinn. In New York wurde dies mit einem Aufschlag von vier Prozent honoriert.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,53 Mrd. Aktien den Besitzer. 1353 Werte legten zu, 1673 gaben nach und 106 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,53 Mrd. Aktien 1202 im Plus, 1492 im Minus und 127 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen auf 96-18/32. Sie rentierten mit 3,169 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken auf 90-12/32 und hatten eine Rendite von 4,0626 Prozent.

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