Marktbericht: Börse New York
US-Börsen geht die Puste aus

Die US-Börsen waren schon auf den höchsten Stand seit zehn Monaten geklettert, dann schmolzen die Gewinne plötzlich dahin: Die Wall Street hat sich sich zu Wochenbeginn unentschlossen präsentiert; der Dow Jones schloss nahezu unverändert. Für Anlegerinteresse sorgten vor allem Übernahmenachrichten. Anders die Citigroup.

HB NEW YORK. Den US-Börsen ist nach vier Folgetagen mit Gewinnen die Puste ausgegangen. Zu Handelsbeginn sorgten positive Analystenkommentare und steigende Ölpreise am Montag noch für die höchsten Kurse seit zehn Monaten. Zu Handelsschluss tendierten aber alle drei Indizes nahezu unverändert oder leicht schwächer. Im Blickfeld der Anleger waren Übernahme-Nachrichten, darunter der Milliarden-Verkauf der Pharmasparte von Procter & Gamble. Am vergangenen Freitag hatten die US-Börsen dank positiver Nachrichten vom US-Immobilienmarkt und von Notenbank-Chef Ben Bernanke auf Jahreshöchstständen geschlossen.

Zu Beginn der neuen Woche ging der Dow-Jones-Index der Standardwerte fast unverändert bei 9 509 Punkten aus dem Handel, nachdem er zwischen 9 587 und 9 486 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,1 Prozent auf 1 025 Punkte und der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel ebenfalls 0,1 Prozent auf 2 017 Punkte.

Der Preis für US-Leichtöl verteuerte sich wegen des Konjunkturoptimismus leicht auf knapp über 74 Dollar je Barrel. Davon profitierten unter anderem die Aktien des Energiekonzerns Exxon Mobil. Sie legten knapp zwei Prozent zu.

Der Citigroup drohen nach Ansicht von Analysten Kreditausfälle in Höhe von 44 Mrd. Dollar in den kommenden eineinhalb Jahren. Trotzdem schätzten die Experten von Fox-Pitt Kelton die Kapitalbasis der zu gut einem Drittel in staatlicher Hand befindlichen Bank als stark ein. Die Aktie legte daraufhin um 2,6 Prozent zu.

Die Papiere des Spezialpharmakonzerns Warner Chilcott schossen um 27,1 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen übernimmt für 3,1 Mrd. Dollar die Pharmasparte des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble. Dessen Titel notierten dagegen 0,5 Prozent schwächer. Weitere Übernahmenachrichten kamen aus dem Einzelhandel: Eine Beteiligungsfirma will den Damenausstatter Charlotte Russe für etwa 380 Mio. Dollar in Bar kaufen. Die Aktie des Bekleidungsunternehmens kletterte um knapp 26 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,23 Mrd. Aktien den Besitzer. 1 543 Werte legten zu, 1 474 gaben nach und 110 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,05 Mrd. Aktien 1 223 im Plus, 1 455 im Minus und 145 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 25/32 auf 101-8/32. Sie rentierten mit 3,474 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 58/32 auf 103-30/32 und hatten eine Rendite von 4,266 Prozent.

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