Marktbericht: Börse New York
US-Börsen knicken ein

Die US-Börsen haben am Mittwochabend kräftige Verluste hinnehmen müssen. Unter anderem wegen andauernder Sorgen über die Finanzkrise verlor der Dow-Jones-Index bis zum Handelsschluss 2,1 Prozent. Der breiter gefasste S&P-500-Index und die Technologie-Börse Nasdaq schlossen noch tiefer im Minus.

HB NEW YORK. Trotz der soliden Geschäftszahlen des Aluminiumherstellers Alcoa hat die Wall Street am Mittwoch einen Kurseinbruch erlitten. Ein erneuter Anstieg des Ölpreises im Zuge eines iranischen Raketentests und andauernde Sorgen über die Folgen der Finanzkrise belasteten Händlern zufolge die US-Aktienmärkte. Zudem machten Börsianer die Kursverluste bei dem Technologieunternehmen Cisco nach einem schwachen Ausblick für die Talfahrt an den Börsen verantwortlich.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss in New York 2,1 Prozent tiefer bei 11 147 Punkten. Das Marktbarometer bewegte sich im Handelsverlauf zwischen 11 141 und 11 418 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 gab 2,3 Prozent auf 1244 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbuchte ein Minus von 2,6 Prozent auf 2234 Punkte. Der Deutsche Aktienindex (Dax) ging dagegen in Frankfurt mit einem Plus von 1,3 Prozent auf 6386 Punkten aus dem Handel.

Bei den Einzelwerten standen Alcoa im Blickpunkt. Der Konzern hatte mit seinen Quartalszahlen die Bilanzsaison in den USA eröffnet. Der Aluminiumproduzent musste zwar im abgelaufenen Quartal einen Ergebniseinbruch verbuchen, erzielte aber dennoch mehr Umsatz und Gewinn als an den Börsen erwartet. Die Aktie gab nach einem zunächst freundlichen Auftakt 2,4 Prozent nach. Die Geschäftszahlen beflügelten jedoch andere Werte aus der Branche: So gehörten etwa AK Steel und US Steel zu den größten Gewinnern mit Kursaufschlägen von über fünf Prozent.

Die Titel von Merrill Lynch brachen um 9,3 Prozent ein. Zuvor hatte Reuters erfahren, dass die Investmentbank erneut bis zu sechs Mrd. Dollar abschreiben muss und deshalb möglicherweise Anteile an der Finanznachrichtenagentur Bloomberg und dem Vermögensverwalter BlackRock verkauft. Darüber hinaus hatte die Ratingagentur Fitch mitgeteilt, eine Herabstufung von Merrill-Lynch-Papieren zu erwägen. Auch die Dividendentitel des Hypothekenfinanzierers Fannie Mae setzten ihren jüngsten Kursrutsch mit einem Minus von rund 13 Prozent fort.

Bei den Technologiewerten verbilligten sich Cisco-Anteilsscheine um knapp sieben Prozent. Cisco-Chef John Chambers hatte zuvor gesagt, dass erst Anfang nächsten Jahres eine Erholung in der Branche zu erwarten sei. Zuvor war der Hersteller von Netzwerken für die Telekombranche von einer frühzeitigeren Verbesserung ausgegangen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,49 Mrd. Aktien den Besitzer. 1072 Werte legten zu, 2093 gaben nach und 70 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,25 Mrd. Aktien 800 im Plus, 2012 im Minus und 121 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 18/32 auf 100-14/32. Sie rentierten mit 3,819 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 18/32 auf 99-08/32 und hatten eine Rendite von 4,420 Prozent.

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