Marktbericht: Börse New York
US-Börsen knicken ein

Lange konnte der Dow Jones die 10 000-Punkte-Marke nicht halten. Nach anfänglichen Gewinnen haben die US-Börsen deutlich im Minus geschlossen. Ein Grund war der Ölpreis, der wieder unter die Marke von 80 Dollar fiel. Zudem machte sich Skepsis über die Gewinnaussichten einiger Regionalbanken breit.

HB NEW YORK. Belastet von Finanz- und Rohstoffwerten hat die Wall Street zu Wochenbeginn Verluste verzeichnet. Aktien von Finanz- und Bauunternehmen litten unter der Sorge, dass Vergünstigungen für Hauskäufer nicht verlängert werden könnten und der zuletzt etwas stabilere Immobilienmarkt wieder geschwächt wird. Rohstoffwerte litten unter dem Ölpreis, der deutlich unter der Marke von 80 Dollar notierte. Auch die Quartalszahlen des US-Telekomkonzerns Verizon und des Spezialglas-Herstellers Corning stützten den Markt kaum.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging nach anfänglichen Gewinnen mit einem Verlust von 1,1 Prozent auf 9 867 Punkte aus dem Handel. Im Verlauf pendelte der Leitindex zwischen 9 849 und 10 072 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 büßte 1,2 Prozent auf 1066 Zähler ein. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging um 0,6 Prozent auf 2141 Stellen zurück.

„Jedes Mal, wenn die Regierung eine Hilfe wegnimmt, reagiert der Markt verschnupft“, sagte Analyst Joe Saluzzi von Themis Trading zum möglichen Ende der Steuerhilfen für Hauskäufer. Auf der Verliererseite befanden sich auch etliche Werte von Regionalbanken. Viele von ihnen würden nicht vor 2011 schwarze Zahlen schreiben, hieß es im Kommentar eines einflussreichen Analysten. Die Aktien von Fifth Third Bancorp und SunTrust Banks verzeichneten Abschläge von 7,9 sowie 5,4 Prozent.

Ebenfalls zu den Verlierern zählte die Aktie des Spezialglas-Herstellers Corning, obwohl der Konzern im abgelaufenen Quartal einen überraschend hohen Gewinn erzielte. Zudem rechnet das Unternehmen mit einem starken Wachstum im Glasmarkt für Flachbildschirme. Die Corning-Aktie büßte 0,9 Prozent ein.

Trotz eines überraschend hohen Umsatzes scheuten die Händler auch die Aktien von Verizon Communications. Hohe Kosten drückten den Gewinn des Konkurrenten von AT&T um mehr als neun Prozent auf 2,9 Mrd. Dollar. Der Kurs fiel um 0,7 Prozent, AT&T-Papiere verloren 1,6 Prozent.

Nachdem der Ölpreis uaf 77,23 Dollar je Barrel nachließ, gaben die Papiere des Ölkonzerns Chevron 1,6 Prozent nach.

Auf der Gewinnerseite standen erneut Microsoft-Aktien, die um 2,4 Prozent zulegten. Einige Analysten hatten ihre Kursziele für die Papiere des weltgrößten Softwareherstellers nach den überraschend guten Quartalszahlen am Freitag erhöht.

An der New Yorker Stock Exchange wechselten rund 1,4 Mrd. Aktien den Besitzer. 713 Werte legten zu, 2 317 gaben nach und 92 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,3 Mrd. Papieren 763 Aktien im Plus, 1 914 im Minus und 118 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 21/32 auf 100-16/32. Sie rentierten mit 3,567 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gingen um 46/32 auf 102-02/32 zurück und hatten eine Rendite von 4,379 Prozent.

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