Marktbericht: Börse New York
US-Börsen landen im Minus

Dieser Wochenausklang fällt an den US-Börsen nicht gut aus. Die New Yorker Börsen haben im Minus geschlossen und konnten nicht an die starke Aufholjagd vom Vortag anknüpfen. Der Milliarden-Verlust einer britischen Bank belastete schwer. Und die mit dem Konjunkturprogramm von US-Präsident Barack Obama verbundenen Hoffnungen sorgten für keine Belebung.

HB NEW YORK. Wegen anhaltende Sorgen um die Stabilität des Bankensektors sind die US-Börsen am Freitag wieder in die Verlustzone abgeglitten. Die erwartete Billigung des gigantischen Konjunkturprogramms von US-Präsident Barack Obama durch das Repräsentantenhaus konnte dem Aktienmarkt denn auch keine Flügel verleihen. Zudem hätten sich auch bereits einige Anleger in das lange Wochenende verabschiedet, sagte Analyst Peter Jankovskis vom Geldhaus OakBrook Investments. Am Montag bleiben die US-Börsen wegen des Feiertages "Presidents' Day" zu Ehren aller Präsidenten geschlossen.

Der Dow Jones Industrials sank um 1,04 Prozent auf 7.850,41 Punkte, nachdem der Leitindex am Donnerstag noch nahezu unverändert geschlossen hatte. Auf Wochensicht bedeutete dies ein sattes Minus von 5,20 Prozent. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es um genau 1,00 Prozent auf 826,84 Zähler nach unten. An der technologielastigen NASDAQ-Börse gab der Composite-Index um 0,48 Prozent auf 1.534,36 Punkte nach. Der NASDAQ 100 fiel um ebenfalls 0,48 Prozent auf 1.236,85 Zähler.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor im Nachmittagshandel 0,7 Prozent auf 7873 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab ebenfalls 0,7 Prozent auf 829 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,3 Prozent auf 1536 Stellen. In Frankfurt rettete sich der Dax mit einem Mini-Plus von 0,1 Prozent auf 4413 Punkte ins Wochenende.

Viele Anleger beklagten, dass sie von der Regierung noch immer darüber im Unklaren gelassen werden, wie den Instituten toxische Wertpapiere abgenommen werden sollen und die Kreditvergabe wieder angekurbelt werden soll. Zudem gab Lloyds Banking bekannt, seine Sparte HBOS habe 2008 ein Minus von etwa 8,5 Mrd. Pfund ausgewiesen. In London verlor die Lloyds-Aktie daraufhin zeitweise 40 Prozent. In New York trennten sich daraufhin die Anleger auf breiter Front von Finanztiteln. Die Papiere von Morgan Stanley verbilligten sich um 1,7 Prozent, die der Bank of America gaben 2,7 Prozent nach. JPMorgan-Anteilsscheine verloren 5,1 Prozent. "Man muss sich immer noch von Bankentiteln fernhalten. Das sagen wir nun schon seit etwas mehr als einem Jahr", sagte Cleveland Rückert, Markt-Analyst bei Birinyi Associates.

Die mit der bevorstehenden Abstimmung im Kongress über das 789 Mrd. schwere Konjunkturprogramm von Präsident Barack Obama verbundene Hoffnung auf eine Ankurbelung der Konjunktur sorgte zunächst für keine große Linderung. Lediglich einige Industrieriesen, die nach Ansicht der Anleger von dem Paket profitieren dürften, gewannen hinzu, so unter anderem Boeing Titel mit einem Plus von 1,3 Prozent.

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