Marktbericht: Börse New York
US-Börsen legen im späten Handel zu

Zum Handelsende haben alle wichtigen US-Indizes noch einmal angezogen und mit Gewinnen geschlossen. Ermutigende Arbeitsmarktdaten und positive Signale vom staatlichen Banken-Stress-Tests trieben die Kurse an. Einzig Technologiewerte litten verstärkt unter Gewinnmitnahmen.

HB NEW YORK. Kursgewinne bei Bank-Aktien und ermutigende Arbeitsmarktdaten haben den US-Börsen am Mittwoch Auftrieb gegeben. Medienberichte über die kurz vor der Veröffentlichung stehenden Ergebnisse des staatlichen Stress-Tests signalisierten, dass einige große US-Banken wie JPMorgan kein weiteres Kapital benötigen. Für ein Aufatmen bei den Anlegern sorgte auch der Bericht einer privaten Arbeitsagentur, wonach sich der Stellenabbau in den USA im April verlangsamt hat.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Aufschlag von 1,2 Prozent bei 8 512 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 8 403 und 8 518 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 1,7 Prozent auf 919 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit einen Plus von 0,3 Prozent bei 1 759 Punkten aus dem Handel.

Am Donnerstag sollen die Ergebnisse des Stress-Tests der US-Regierung veröffentlicht werden. Anleger versprechen sich durch die Daten ein klareres Bild über den Zustand des Finanzsektors. Nach Medienberichten brauchen JPMorgan und Morgan Stanley kein frisches Kapital. Der Bank of America diagnostizierte die Regierung nach Reuters-Informationen dagegen einen Kapitalbedarf von bis zu 34 Mrd. Dollar. Citigroup hat offenbar einen Bedarf von fünf Mrd. Dollar. Die Aktien von JPMorganschlossen 6,9 Prozent fester, Bank of America gewannen 17,1 Prozent, Citigroup 16,6 Prozent.

Zu den Gewinnern gehörten auch die Aktien von Walt Disney, nachdem der Unterhaltungskonzern mit seinem Quartalsgewinn die Erwartungen übertroffen hatte. Die Papiere schossen um 11,8 Prozent in die Höhe. Energiewerte legten ebenfalls zu, weil der Preis für US-Leichtöl über die Marke von 56 Dollar je Fass kletterte. Chevron verteuerten sich um 3,6 Prozent.

Verluste verbuchten die Aktien von Dow Chemical. Der Chemiekonzern hatte am Dienstag nach Börsenschluss mitgeteilt, über eine Kapitalerhöhung rund 1,6 Mrd. Dollar einnehmen und einen Großteil davon zur Schuldentilgung einsetzen zu wollen. Die Papiere fielen um knapp sieben Prozent. Bei den Tech-Werten verloren Apple 0,2 Prozent.

Nach Erhebungen der Arbeitsagentur ADP sank die Zahl der Jobs in der Privatwirtschaft um 491 000 - einen geringeren Stellenabbau hat es seit fünf Monaten nicht mehr gegeben. Dies schürte die Hoffnung, dass der am Freitag anstehende offizielle Arbeitmarktbericht für April nicht so schlecht ausfallen und die US-Wirtschaft das Schlimmste hinter sich haben könnte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,88 Mrd. Aktien den Besitzer. 2 171 Werte legten zu, 898 gaben nach und 78 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,96 Mrd. Aktien 1 504 im Plus, 1 193 im Minus und 143 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 02/32 auf 96-19/32. Sie rentierten mit 3,155 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 11/32 auf 89-30/32 und hatten eine Rendite von 4,086 Prozent.

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