Marktbericht: Börse New York
US-Börsen legen zu

Die US-Börsen haben Gewinn verbucht. Zwar trübten schwache Zahlen vom Immobilienmarkt die jüngsten Hoffnungen, dass sich die Wirtschaft langsam auf Erholungskurs begeben könnte. Andererseits sorgten Apple und die Bilanzen mehrerer großer Regionalbanken für Lichtblicke.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 0,9 Prozent bei 7957 Zählern. Im Handelsverlauf pendelte er zwischen 7804 und 7979 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um knapp ein Prozent auf 851 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,4 Prozent auf 1652 Stellen. In Frankfurt fiel der Dax 1,2 Prozent auf 4538 Punkte.

Überraschend gute Zahlen von Regionalbanken wie Fifth Third Bancorp aus Cincinnati und PNC Services Group sahen die Anleger als Hoffnungsschimmer in der gebeutelten Branche. So stieg Fifth Thrid um 3,52 Prozent auf 3,82 Dollar, während PNC 7,5 Prozent auf 40,93 Dollar zulegte. Dennoch sorgten erneut die Stresstests für Banken, die die US-Regierung in Kürze abschließen will, für Nervosität auf dem Parkett.

Star der Nasdaq war am DonnerstagApple: Der iPod-Hersteller verbuchte zu Jahresanfang einen unerwartet kräftigen Umsatz- und Gewinnanstieg und legte mitten in der Krise das beste Quartal seiner Geschichte außerhalb der Weihnachtszeit hin. Damit wischte der Technologieriese die Sorgen der Anleger beiseite, viele Menschen könnten sich wegen knapperer Kassen den Kauf der relativ teuren Apple-Produkte verkneifen. Apple-Aktien legten deshalb 3,2 Prozent auf 125,40 Dollar zu. Überraschend guten Zahlen von eBay stützten ebenfalls die Nasdaq. eBay schossen 12,3 Prozent in die Höhe.

Trotz der positiven Tendenz am Donnerstag schickte sich die Wall Street an, am Freitag zum ersten Mal seit sechs Wochen die Woche nicht mit einem Plus zu beenden. "Wir hatten eine große Rally", sagte Frank Lesh von FuturePath Trading. "Also wissen wir nicht, ob wir die noch weiter ausdehnen können."

"Sehen wir den Tatsachen ins Auge", sagte Cummins Catherwood von Boenning and Scattergood, "die Wirtschaft ist immer noch ganz schön schwach." Alle wichtigen Zahlen seien entweder enttäuschend oder nur ein bisschen besser als erwartet. "Wir bewegen uns hier um die Talsohle herum." Alle seien sich einig, dass es sehr, sehr schwierig sei, Vorhersagen zu treffen.

Dass ein Ende der Wirtschaftskrise doch noch nicht in greifbarer Nähe sein könnte, schlossen die Investoren aber aus den Konjunkturdaten. So gingen die Verkäufe bestehender Eigenheime im März deutlich stärker zurück als prognostiziert, während unerwartet viele Menschen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stellten. In der Krise verschicken Firmen und Verbraucher weniger Pakete, was der als Konjunkturbarometer geltende Versandservice UPS noch stärker zu spüren bekam als befürchtet: UPS verdiente im ersten Quartal weniger als halb so viel wie noch vor einem Jahr und enttäuschte auch mit seinem Ausblick. UPS-Papiere gaben 2,6 Prozent auf 53,33 Dollar nach.

IBM-Aktien gehörten mit einem Minus von 1,1 Prozent ebenfalls zu den Verlierern. In Frankfurt hatten erneute Spekulationen über eine Übernahme durch IBM die Aktien von SAP um rund zwei Prozent steigen lassen.

Auch die Titel des Rüstungskonzerns Raytheon standen nach überraschend guten Quartalszahlen auf den Einkaufslisten der Anleger und legten knapp 6,6 Prozent zu. Aus demselben Grund war auch der SüßwarenproduzentHershey gefragt. Die Papiere verteuerten sich um 3,9 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,6 Mrd. Aktien den Besitzer. 1848 Werte legten zu, 1173 gaben nach und 95 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 2,5 Mrd. Aktien 993 Titel im Plus, 1660 im Minus und 136 unverändert.

Die zehnjährigen Staatsanleihen legten im späten Handel auf 98-15/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 2,9304 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gewannen auf 94-20/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 3,8027 Prozent.

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