Marktbericht: Börse New York
US-Börsen leicht im Plus

Kommt es oder kommt es nicht? Die anhaltende Unsicherheit über das Rettungspaket für die Autobranche drückte die Stimmung an der Wall Street und hielt die Gewinne in Grenzen. Dass es am Ende zu einem Plus reichte, lag vor allem am Ölpreis und den Aktienkursen der Energiekonzerne.

HB NEW YORK. Gestützt von einem höheren Rohölpreis und den Aktienkursen der Energiekonzerne haben die US-Börsen am Mittwoch im Plus geschlossen. Die anhaltende Unsicherheit über das Rettungspaket für die Autobranche drückte jedoch die Stimmung an der Wall Street. Ein Scheitern der Hilfen würde nach Ansicht vieler Börsianer neue Schockwellen in der gesamten Wirtschaft auslösen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um 0,8 Prozent auf 8 761 Punkte. Er pendelte im Tagesverlauf zwischen 8646 und 8 879 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 legte um 1,2 Prozent auf 899 Punkte zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann ebenfalls rund 1,2 Prozent auf 1 565 Punkte.

Die Anleger griffen nach einem Anstieg des Ölpreises bei Energiewerten zu. Die Anteilsscheine des Branchengiganten Exxon Mobil legten 2,4 Prozent zu, die von Chevron 3,8 Prozent. Ein Fass US-Leichtöl wurde zum Börsenschluss mit einem Aufschlag von knapp vier Prozent in New York mit 43,74 Dollar gehandelt.

Dagegen sorgten sich Börsianer darum, ob und wann das milliardenschwere Rettungspaket für die Autobauer GM, Ford und Chrysler zustande kommt. Kongress und Weißes Haus verhandelten weiter über Details. Mehrere republikanische Senatoren bekräftigen ihr Nein zu dem demokratischen Entwurf, wie Senator Richard Shelby erklärte. Die Papiere von GM drehten daraufhin ins Minus und schlossen 2,1 Prozent schwächer, die von Ford gingen nach einem regen Auf und Ab mit einem Plus von 0,6 Prozent aus dem Handel. Eine neue Welle von Gewinnwarnungen, darunter von Eastman Kodak und Electronic Arts, bremste die Kauflaune ebenfalls. Die Aktien des Foto-Konzerns Kodak gaben um elf Prozent nach, die des Videospiele-Produzenten Electronic Arts sogar um 14 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,31 Mrd. Aktien den Besitzer. 2177 Werte legten zu, 952 gaben nach und 67 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,98 Mrd. Aktien 1770 im Plus, 973 im Minus und 126 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 02/32 auf 109/32. Sie rentierten mit 2,658 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 16/32 auf 127/32 und hatten eine Rendite von 3,066 Prozent.

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